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Das Ende der Thailandreise der besonderen Art

Das Ende der Reise nach Thailand

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei! Auch für unseren Reisefreund nähert sich das das Ende der Thailandreise der besonderen Art. Wie wird es enden mit unserem besonderen Thailandneuling und seiner Begleiterin Joy. Die erste Nacht war vorüber, ohne das etwas wirklich Erotisches geschehen war. Jetzt sollte es aber richtig abgehen! Joy sollte ihn mal richtig kennenlernen.

Pattaya Ladys mit Werbung für Bier

Pattaya Ladys laden zum Bier ein..

Für Interessierte, die die ersten beiden Teile versäumt haben hier die Links zu den Beiträgen:

Eine Thailandreise der besonderen Art Teil 1

Eine Thailandreise der besonderen Art Teil 2

Joy und der Morgen danach

Es war ein schönes Erwachen! Seine Eroberung lag still neben ihm und ihre Bettdecke hob sich nur ganz gering im Rhythmus des Atems. Er beugte sich zaghaft zu ihr rüber und flüsterte leise: Good morning Joy, wie wäre es mit Frühstück und etwas Zärtlichkeit? Langsam erwachte in ihr das Leben. Sie drehte sich zu ihm um und blinzelte in seine Richtung.

Oh, so late! I must go because I must start work. You give me 1000 Baht for the night and money for Taxi that i can go home? Äh, wie, was, unser Freund war hellwach. Er sah noch, wie dieses weiße Handtuch mit Beinen sich schnell in Richtung Badezimmer verabschiedete und er hörte das Klicken der Verriegelung der Tür. So hatte er sich den Morgen danach nicht vorgestellt. In Windeseile stürmte sie aus dem Badezimmer und erklärte unserem Freund: You will see me again? You give me your Mobilnummer!

Vollkommen perplex zückte er gehorsam die Geldbörse und diktierte Joy die Nummer von seinem neuen Handy. Komisch, das neuste Handy von ihm hatte sie nicht beeindruckt. Sie nahm das Geld, küsste ihn kurz auf die Wange und schon war sie verschwunden. Er konnte kaum Luft holen, so schnell war sie weg und die Tür flog ins Schloss. Wie von Sinnen ging er zum Frühstück und hatte dabei nur einen Gedanken, er musste Joy wiedersehen.

Er wurde verliebt

Am Nachmittag klingelte sein Handy während er gerade sein verbliebenes Geld zählte. Auch der letzte Abend an der Bierbar und das Geld für Joy schmälerten sein restliches Reisebudget gewaltig.

Thailänderin mit Handy

Ohne Handy geht bei einer Thailänderin gar nichts!

Es war Joy! Sie entschuldigte sich, weil sie so schnell heute Morgen aufgebrochen war. Sie hatte einen dringenden Termin an der Bar. Aus seiner Erzählung: Ganz weltmännisch verzieh ich Ihr sofort. Erst später erfuhr ich durch einen Zufall, um was es wirklich ging. Ich war nicht ihr alleiniger Freund.

Wir trafen uns am Nachmittag um etwas gemeinsam zu unternehmen. Sie zeigte mir die Sehenswürdigkeiten rund um Pattaya. Den wunderschönen Nong Nooch Garden, den Tempel Sanctuary of truth, diesen gewaltigen Holztempel am blauen Meer.

Gartenanlage in Nong Noch Garden

Nong Nooch, eine wunderschöne Gartenanlage nahe Pattaya

Das im Bau befindende Sanctuary of truth in Pattaya

Das im Bau befindende Sanctuary of truth in Pattaya

Der Besuch von Pattaya-Tower

Pattaya Tower

Pattaya Tower, der Turm der Träume und des Todes

Es ist schon ein tolles Bauwerk und man hat eine wundervolle Aussicht auf Pattaya und das blaue Meer. Oben auf dem Pattaya Tower erzählte Joy mir von den Farangs, die sich aus Liebe, Geldnot und Alkoholkonsum von dort oben hinuntergestürzt hatten. Ich konnte es nicht verstehen, soviel Dummheit hatte ich ja noch nicht erlebt! Das alles wegen einer Frau und dazu noch wegen einer Thailänderin. Davon gibt es doch hier jede Menge. Das könnte mir doch nie passieren! Ganz nebenbei beobachtete ich Joys strahlendes Lächeln, ihre samtweiche Haut und ihr schwarzes Haar machten mich glücklich! Nur das ewige Telefonieren mit einer Schwester störte mich schon gewaltig, zudem sie sich dann immer weit ins Abseits stellte.

Joy will ihr Leben ändern

Oben auf dem Turm erklärte sie mir dann, sie möchte nicht mehr in der Bar arbeiten mit den nach Alkohol stinkenden Farangs. Sie würde viel lieber mit mir zusammen sein. Auf dem Rückweg machten wir noch in einigen Geschäften halt. Ich, oder viel mehr mein Geld, kleidete sie komplett neu ein. Hier ein Kleid, ich wollte ja dass sie sexy aussieht. Danach noch einige T-Shirts und natürlich sexy Unterwäsche, wobei ich mich schon fragte, warum so sexy? Ich hatte sie ja noch nie in Unterwäsche gesehen! Ihr versteht schon, weisses Handtuch und Licht aus. Abends saßen wir an der Bierbar und ich bezahlte brav die Barfine und die Getränke, wir spielten Billard und vergnügten uns. Manchmal klappte es sogar mit einer abendlichen sexuellen Annäherung. Allerdings nur nach dem Duschen und im Dunkeln. In dieser Art vergingen die Tage wie im Flug.

Zwei Tage vor dem Ende meines Urlaubs gestand ich Ihr, dass ich sie liebe und dass ich mit ihr zusammen bleiben möchte. Sie strahlte, you will take care me and bring me to Görmany? Na, das ja nun gerade nicht! Um Himmels willen, das hätte ich nicht sagen dürfen! Es folgte ein Wutausbruch, der sich gewaschen hatte und es flog ihr Telefon in meine Richtung, traf jedoch nur auf die Wand und zersprang in tausend Stücke. You not love Joy so much, war aus dem heulenden Häufchen Elend zu erhören. Nein, ich liebe Dich und wenn Dir soviel daran liegt werde ich Dich auch nach Deutschland holen. Das ich am nächsten Tag ein neues Telefon für sie kaufte war ja irgend wie schon vorauszusehen.

Die ganz andere Joy

Ich nahm sie schnell in den Arm und erklärte ihr, dass ich sie dazu ja heiraten müsste! Oh, you make me so happy. Yes, i say yes i will als marriage you too. But first you must help me for take care family! You give me 10000.- Baht. Later we can talk about all things more about car and to build new house in my City.

Äh, wie bitte. Ich wollte sie ja nicht verlieren. Ich schaute in meine Geldbörse und gab ihr das letzte Geld. Sie schaute darauf und sagte nur mit ernsten Worten, that is not enough. Wie, nicht genug, ich hatte doch nicht mehr. Plötzlich sagte sie, dass sie heute Abend nicht könnte, da sie von ihrer Schwester besucht werden würde. Ich war schockiert. Es war doch unser letzter Abend!

Der Abschied von Joy

Es war Abend geworden und am nächsten Morgen ging der Flieger nach Deutschland. Ich ging noch einmal in die Bar, wo ich Joy kennen gelernt hatte. Wenigstens von den anderen Frauen an der Bar wollte ich mich anständig verabschieden.

Ich erklärte ihnen, dass ich kein Geld mehr hatte und abreisen müsse aber zurückkommen wolle um Joy zu heiraten. Die Frauen wurden etwas ernster und gaben mir einen Drink aus. Plötzlich kam Joy, Hand in Hand mit einem anderen Mann in die Bar, setze sich und knutschte mit ihm innig. Ich ging zu ihr und fragte, was das solle. Ist das die Schwester die dich besucht? Sie müsse Geld verdienen und ich hätte ja nicht genug davon, war ihre kühle Antwort. Aber ich liebe dich doch, stammelte ich und sank in mich zusammen. Up to you! Sie drehte sich zu dem neuen Lover, der mich nur lallend anranzte, los verpiss dich und suche dir selbst eine…..

Ich hatte nicht einmal mehr genug Geld mich zu besaufen! Plötzlich dachte ich an den Pattaya Tower und wie es den Anderen wohl ergangen war, die sich vom Turm stürzten.

Zu meinem Glück traf ich den Sitznachbarn vom Hinflug, der auch nach Deutschland fliegen mußte. Er war ganz in Ordnung. Er nahm mich auch im Taxi zum Flughafen mit und so war wenigstens schon dieses Problem gelöst. Ich hatte ja kein Geld mehr.

Es war das letzte mal, dass ich Joy sah. Sie ging nicht mehr an das Telefon. Sie hatte dann auch bald eine neue Nummer. Auf Fatzebook sah ich in ihrem Profil dann nur noch, wie sie fröhlich und gut gekleidet mit einem ganz anderen Mann posierte.

Ich zahle brav meinen Kredit ab und an eine neue Reise ist lange nicht zu denken. Apropos denken, ich denke immer noch an die große Liebe, an Joy und an die gemeinsamen tollen Nächte

🙁

Schlusswort zu einer besonderen Thailand Reise

Wenn einer einer Reise tut, dann kann er was erzählen. Mit diesen Worten begann dieser Dreiteiler und damit soll er auch enden. Ich habe diese frei erfundene Geschichte aus meinen und den Erfahrungen und Schilderungen anderer Thailandreisender geschrieben, um einige der größten Vorurteile und Verallgemeinerungen aufzuzeigen.

  1. Jeder Mensch, also auch jede Thailänderin und jeder Thailänder ist als Mensch anders. Man kann und sollte auch niemals alle über einen Kamm scheren. Ich habe in Thailand so viele freundliche, sparsame, aufrichtige und ehrliche Menschen kennen gelernt, dass es jedesmal schmerzt wenn jemand über „die Thailänder“ verallgemeinernd urteilt. Eines habe ich aber gelernt: die Farangs sind es oft, die die thailändische Kultur nicht verstehen und vor allem auch nicht verstehen wollen. Die thailändische Denkweise unterscheidet sich extrem von unserer anerzogenen Denkweise, unseren Werten und unserem Lebensgefühl. Gemeinsamkeiten sind nur durch gemeinsame Rücksichtnahme und durch Verständnis zu erreichen.
  2. Pattaya ist nicht Thailand! Na klar liegt das ehemalige Fischerdorf im Staatsgebiet von Thailand. Jedoch gelten dort seit den 60 iger Jahren des letzten Jahrhunderts andere Regeln und Gesetzmäßigkeiten, die nicht auf das gesamte Land zu übertragen sind.
  3. Geld spielt in Thailand eine große und wichtige Rolle. Sicherlich gibt es Menschen in Thailand, die den Verlockungen des schnellen und einfach verdienten Geldes unterliegen. Diese gibt es aber überall auf dieser Welt. Dies besonders dann, wenn dann noch diese Menschen auf jene stossen, die den Blick über ihr eigenes Leben verloren haben. Die auch durch geringe Bildung und eine nicht objektive Wahrnehmung der Umwelt und ihres eigenen Lebensumfeldes den Sinn für die Realität verloren haben – so ist das Chaos schon vorprogrammiert.

 

Wer glaubt der absolut Allwissende zu sein, wer annimmt die thailändischen Menschen würden nur auf IHN warten, der wird Schiffbruch erleiden.

Wer sich aber informiert, mit Gefühl und ruhigem Herzen auf Thailand und seine unterschiedlichen Menschen einlässt und die Menschen und ihre Kultur akzeptiert, wird ein wundervolles, freundliches, preiswertes und vor allem herzliches Land erleben und lieben lernen.

Amazing Thailand – und wen einen erst einmal der Thailandvirus gepackt hat, der wird immer wieder in das Land des Lächelns zurückkommen. Mit oder ohne Thailänderin an seiner Seite 😉

 

 
 
 

Alle Fotos und Texte unterliegen dem Copyright FOTO-KERNER Reiner Kerner 2018-2019

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