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Der Freitags Quickie – Buddha, Dekofigur oder heilige Figur?

Buddha, Dekofigur oder heilige Figur?

Muss das sein? Buddha als Dekofigur auf dem Bücherregal, auf Toilettensitzen, als Tattoo auf dem Oberarm? Heute wurde diese Diskussion von einer Text-Praktikantin auf einer Schweizer Internet Plattform friday-magazin.com begonnen. Sie versuchte dann auch noch, die Betrachtung des Buddhismus als Wohlfühlreligion zu beleuchten! Es ist natürlich ein sehr komplexes Thema und ich möchte mich beim Freitags-Quickie hier nur auf den Part der Buddha-Figuren und die Abbildungen vom Buddha auf Gegenständen wie Leuchtbildern, Vasen, und Tattoos beschränken.

goldene Buddha Statue im Tempel in Thailand hier ist Buddha als Dekofigur undenkbar

Buddha Statue im Tempel in Thailand

Ist eine Buddha-Figur eine heilige Figur?

Ja und Nein. In den asiatischen Ländern ist man in dieser Unterscheidung weit flexibler als wir. Den Asiaten ist es vollkommen bewusst, dass man auch mit diesen Figuren hervorragend Geld verdienen kann. Unterscheidet sich ja auch nicht zu unseren bayerischen Gepflogenheiten, den gekreuzten Jesu und Marienfiguren als Mitbringsel aus dem Urlaub zu veräußern. So werden auch Buddha Figuren als Dekofigur angeboten und verkauft.

Wann wird eine Buddha Statue zu einem Religionssymbol?

Meine Frau hat es ganz klar definiert! Wenn die gekaufte Figur von einem Mönch im Kloster gesegnet wird, ist diese mit ganz anderen Wertevorstellungen zu betrachten. Die Figur sollte dann, wenn möglich, über Kopfhöhe aufgestellt werden und in keinem Fall in Richtung der Füße zum Beispiel vor einem Bett aufgestellt werden.

So, damit ist schon einmal geklärt, dass auch gläubige Buddhisten einen Unterschied machen. Demnach spricht auch nichts gegen eine Urlaubserinnerung in Form einer Buddha Figur auf dem Schreibtisch oder einem Bücherregal.

Wie sieht es mit Abbildungen und Tattoos aus?

Fangen wir mal bei den Abbildungen an. Ich hatte selbst einmal in einem namhaften Baumarkt einen Klodeckel mit Buddha als Abbildung gesehen. Also habe ich die freundliche Verkäuferin angesprochen und den Geschäftsführer kommen lassen. Der hat ganz schön betreten geschaut, auf die Frage hin, ob er denn auch ein Jesusbild auf dem Klodeckel hätte. Nach kurzer Erklärung meiner Ansprache versicherte er mir, sich darum zu kümmern. Siehe da – jedenfalls in Gütersloh sehe ich nirgends mehr diese Geschmacklosigkeit. Zu den weiteren Abbildungen ist zu sagen: in Thailand findet man Tausende Reliefbilder, Wanduhren und teilweise wirklichen Kitsch (in unseren Augen), von dem wir glauben, dass es Tinnef sei. Die Asiaten gehen da eben etwas lockerer mit um. Frei nach dem Motto: Wie jeder mag und es jedem gefällt.

Abbild Buddh als Wandmalerei

Wandbild Buddhas

Etwas anders verhält sich die Sache mit den Tattoos. Hier hat ja gerade die Regierung eine große Kampagne in Thailand gestartet, dass Buddhas Abbildung kein Körperschmuck ist. Ich finde diese Entscheidung richtig. Was bezweckt der Träger mit einem Tattoo? Wer ehrlich ist, gesteht sich ein, dass es der Aufwertung und der Außendarstellung des eigenen Körpers und Egos dient. Der menschliche Körper und gerade die Füße gelten in den asiatischen Ländern als Schmutzig und unrein, so ist also das Bildnis von Buddha auf den verschiedensten Stellen schon für gläubige Buddhisten eine Religionsbeleidigung und wird auch in Thailand mit Ausweisung geahndet.

Hinweis: wer schon ein Buddha-Tattoo hat, sollte es bedeckt halten. Etwas Langärmliges oder auch die lange Hose hilft dabei.

Mein Fazit dieses Quickies

Mönche in Thailand vor einem Geschäft für religiöses Zubehör

Kein Souvenier Shop sondern Laden für religiöses Zubehör

Die Asiaten und besonders die Thailänder verzeihen dem Ausländer und den Touristen schon viel. Wir sollten aber unseren teil dazu beitragen den Glauben und die Kultur der Thailänder zu achten wie wir es auch in unserem Land von den Touristen aus aller Welt erwarten! Trotzdem sollten wir auch Buddha als Dekofigur hier in unserer Kultur achtsam behandeln.

Ein kurzer Bericht der neuen Züricher Zeitung über dieses Thema.

Ach aus dieser Quicky-Reihe Thailand und die Pünktlichkeit

 

 

Alle Fotos und Texte unterliegen dem Copyright FOTO-KERNER Reiner Kerner 2018-2019

Sollten Sie Interesse an Fotos oder anderen Medien für Ihre Unternehmungen und Werbezwecke haben, oder einer Kooperation sich vorstellen können, wenden Sie sich bitte per E-Mail direkt an mich.

 

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3 Kommentare zu “Der Freitags Quickie – Buddha, Dekofigur oder heilige Figur?

  1. Pingback: Tod eines ehrwürdigen Mönches im Wat Mahatat Phetchabun

  2. Veri

    Moin,

    ich finde deine Quickies einfach geil – ob das nun ein Wortspiel war? 😀 Also ich finde, dass die Buddha Figur einfach cool aussieht und auch irgendwie Ruhe und Gelassenheit symbolisiert. Deswegen stelle ich sie mir in mein Haus, wo ich das will. Allerdings habe ich mal etwas Suspektes gesehen. Ich weiß nicht, wie das rechtlich ist. Aber ein Künstler hat auf einer Kunstplattform eine Abwandlung der Buddha Figur verkauft und es als Unikat bezeichnet. Ich habe die Seite mal herausgesucht: https://jakira.de/kunst/skulptur ich hoffe, die Figur ist noch nicht verkauft, wenn du guckst. Wie ist das rechtlich. Darf er das einfach so? Braucht er dazu nicht irgendwelche Rechte?

    LG
    Verena

    1. Reiner Kerner Autor des Beitrags

      Hallo Verana! Vielen Dank für den Hinweis. Der Begriff Buddha bedeutet der Erleuchtete. Daher ist die Bezeichnung auch nicht geschützt da jeder zum Buddha werden kann. Wenn der Künstler ein Wekr geschaffen hat so kann er natürlich feststellen, dass es ein Unikat ist, dann ist es erstmal eines. Man müsste dann nachweisen das es das nicht ist. Sollte schwer sein weil Handwerk immer etwas unikathaftes beinhaltet.
      Ach ja, es ist eine Wortspielerei und ist entstanden um einen Titel zu finden der einen Post betitelt der eigentlich nicht viel mehr als 300 Worte beinhaaltet. Klappt bloß nicht immer
      😉
      Liebe Grüße

      Reiner

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