Follow my blog with Bloglovin

Buddhas Lehren für den Thailand-Touristen

Wer war Siddharta Gautama eigentlich? Was hat er getan um der spätere Buddha zu werden? Buddhas Lehren für den Thailand-Touristen, wie wirken sich seine Lehren auf unseren verdienten Urlaub in Thailand und auf uns, den Thailand-Touristen aus, die das erste Mal nach Thailand, reisen ?

Fragen, Fragen, Fragen! Ich möchte Euch aufzeigen, was der Buddha mit Eurem Urlaub direkt zu tun hat und wie sich Buddhas Lehren für den Thailand-Touristen auf Euren Urlaub auswirken kann. 🙂

Wer war Siddharta Gautama

Siddharta Gautama wurde wahrscheinlich im Jahre 563 v. Chr. in Lumbini, das heute in Nepal an der Grenze zu Indien liegt, geboren. Wen dieser Ort interessiert – hier eine kleiner Reisebericht aus einem anderen Blog : Lumbini – Siddhartas Geburtsort – auch sehr interessant und lesenswert: Archäologischer Fund an Buddhas Geburtsort

Wer war eigentlich Siddharta Gautama

Wer war eigentlich Siddharta Gautama? (Bildquelle Pixabay)

Sein Vater Shuddhodana war ein regierender Fürst und seine Mutter hieß Maya. Sie wird oft auch Mahamaya genannt, die große Maya. Seine Mutter hatte vor der Geburt eine Vision eines weißen Elefanten.

Maya und die Prophezeiung des weissen Elefanten

Maya und die Prophezeiung des weissen Elefanten (Bildquelle Pixabay)

Neun Monate später wurde dann das Kind geboren. An diese Vollmondnacht erinnert noch heute das Buddhistische Vesakh-Fest.

Die Prophezeiung und die Geburt Siddharta Gautamas

Während der Geburt prophezeite der Prophet Asita, dass das erste Kind Mayas ein großer König – oder aber, wenn der Geborene das Leid der Welt erkennen könnte, ein großer Heiliger werden würde. Aufgrund dieser Prophezeiung erließ der Fürst Shuddhodana den Befehl Siddharta Gautama weder religiös zu unterrichten, noch sollte der Junge jemals das menschliche Leid sehen. Siddharta sollte doch sein Nachfolger werden und somit ein großer König. Am siebenten Tag nach der Geburt verstarb seine Mutter und sein Vater heiratete anschließend Mayas Schwester. Im Alter von 16 Jahren heiratete Siddharta die Prinzessin Yadsodhara. Beide lebten in einem großen Palast, ohne Sorgen und ohne jegliches Leid der Welt zu Gesicht zu bekommen. Mit 29 Jahren dann, nach der Geburt seines Sohnes Rahula, hielt es Siddharta Gautama einfach vor Eintönigkeit und Langeweile nicht mehr aus. Er beschloß Ausflüge in alle 4 Himmelsrichtungen zu unternehmen.

Die vier Ausflüge – die vier Zeichen

Auf jeden dieser Ausflüge erlebte Siddharta ein anderes Leiden dieser Welt.

  1. Er fand einen verkrüppelten Greis
  2. Siddharta sah einen Fieberkranken
  3. Ein verwesender Leichnam lag am Wegesrand
  4. Er sah einen Asketen

Seine Schlussfolgerung aus diesen Erlebnissen war: dieses Leid war unabänderlich mit dem Leben und der Geburt verbunden. Kein Reichtum oder anderer Besitz kann dieses abwenden. So begann Siddharta Gautama seine Familie zu verlassen, um nach dem Ausweg dieses Leidens zu suchen. Unter einem Bhodibaum, einer Pappelfeige, fand Siddharta nach einigen erfolglosen Versuchen die Erleuchtung und wurde so zum Buddha. Diese Erleuchtung wird mit den 4 edlen Wahrheiten beschrieben.

1. edle Wahrheit – das Leiden (dukkha)

Es ist gebunden an die Existenz auf Erden und daraus folgt, dass durch die Wiedergeburt  das Leiden fortbesteht

2. edle Wahrheit – Der Ursprung des Leidens (samudaya)

Alles Leiden entspringt aus dem Verlangen, aus der Begierde nach Freude Lust und Besitz

3. edle Wahrheit – Die Beendigung des Leidens (nirodha)

Durch die Befreiung von der Begierde nach Freude, nach Lust, nach dem Besitz, vom Hass und dem Nichtwissen, wird das Leiden beendet

4. edle Wahrheit

Auf diesem Weg muss man nur dem edlen achtfachen Pfad folgen, um die Aufhebung des Leidens zu erfahren

Der edle achtfache Pfad

Wer dem edlen achtfachen Pfad folgen will sollte diese Dinge befolgen!

Der achtfache Pfad der buddhistischen Lehre

Der achtfache Pfad der buddhistischen Lehre (Bildquelle Pixabay)

1. rechte Anschauung (Samma ditthi)

Hierbei sollten wir die Welt in der Wirklichkeit betrachten und verstehen lernen. Wir sollen erkennen welche Gründe das Leiden hat. Es sind Krankheit, Alter und der Tod. Diese sind verantwortlich für Neid, Gräueltaten und Täuschung

2. rechte Gesinnung (samma sankappa)

Diese rechte Gesinnung oder auch rechtes Denken oder richtiger Entschluss aber auch die Mühe ist der Weg unseren eigenen Willen zu ändern. Dieser Pfad kann In so vielen Varianten  gennant werden. Er bedeutet das Verzichten auf weltliche Dinge und sich zu einem Weg zu bekennen, der einen guten und reinen Willen, eine Gewaltlosigkeit und den Respekt anderer lebender Wesen gegenüber beinhaltet.

3.rechte Rede (samma vaca)

Die Rede, also das, was wir sagen sollen. Die Worte sollen nützlich, heilsam, wahr, höflich und aus wahrhaft liebender Überzeugung kommen. Lügen, Verleumdung, Beleidigungen und einfach nur dummes Geschwätz sind zu unterlassen.

4. rechtes Handeln (samma kammanta)

Hier werden auf das Töten, Stehlen und die maßlose Begierde hingewiesen. Diese sind unedel und müssen unterbleiben.

5. rechter Lebenswandel

Der rechte Lebenswandel ist bestrebt den Lebenserwerb, also den Beruf oder die Tätigkeit, so zu wählen, dass anderen Lebewesen nicht geschadet wird. Das beinhaltet zum Beispiel : das Handeln mit Waffen, Handeln mit Lebewesen, Handeln mit Rauschmitteln und Giften.

Alles, was man tut, sollte nicht für sich allein stehen sondern mit Anderen geteilt werden. Dazu zählt auch das Teilen von Geld!

6. rechtes Streben

Hier geht es um den Willen die Begierde, den Hass, den Zorn, Vorurteile und Abneigungen abzulegen. Seine eigene Einstellung diesen gegenüber stetig zu kontrollieren und unheilvolle Gedanken in heilvolle zu wandeln.

7. rechtes Denken

Rechtes Denken und die Achtsamkeit gehören zusammen. Wir sollten uns über unseren Körper bewusst werden und die Sinnenreize wahrnehmen. Dabei stehen Atem, Gehen und das Stehen im besonderem Zentrum. Es geht aber dabei nicht nur um Kontrolle, sondern um das Betrachten des Flusses der Gefühle. Man sollte also im Hier und im Jetzt sein und nicht der Vergangenheit nachhängen oder in Gedanken über die Zukunft übermäßig schwelgen.

8. rechtes Meditieren

Hier geht es um unseren wandernden Geist, also unsere Gedanken zu kontrollieren. Hier laufen alle vorherigen Punkte zusammen und führen zur Erleuchtung!

Was haben aber Buddhas-Lehren mit uns als Touristen zu tun?

Ich höre schon die schnellen und noch unachtsamen Stimmen: was hat dieses lange Blah Blah denn nun mit unserem wohlverdienten Urlaub am Strand und der allabendlichen Party in Thailand zu tun? Das wiederum ist ganz einfach zu beantworten ! Wir bewegen uns in einem ganz anderen Kulturraum. Buddha wird von fast allen Thailändern hoch verehrt. Wir treffen mit Menschen zusammen, die ein Leben lang diese Lehren wahrgenommen haben und die manchmal mit der Unwissenheit der Touristen über die ersten und einfachen Regeln des Buddhismus konfrontiert werden.

Beispiele für die Auswirkungen Buddhas Lehren für den Thailand-Touristen auf seinen Urlaub.

 

Beispiel 1:

Wir kommen froh gelaunt, aber von der langen Anreise müde, in unserem Hotel an. Unser Zimmer ist jedoch noch nicht fertig. Wir sind genervt und beginnen, da wir ja einen Vertrag und damit ein Anrecht auf unser Zimmer haben, lautstark und nachdrücklich unser vermeintliches Recht einzufordern. Wir stauchen die lächelnde Dame, die bemüht ist uns in gebrochenem Englisch den Grund zu erklären, erst einmal nach gründlicher deutscher Art zusammen und werden dabei mal richtig laut.

Tourist der seine Wut zeigt

Tourist der seine Wut zeigt (Bildquelle Pixabay)

Betrachten wir doch einmal die Seite von der Thailänderin, einer gläubigen und praktizierenden Buddhistin: “ Oh Buddha, hat der Farang (westlicher Ausländer) aber ein schreckliches Auftreten ! Warum versteht er denn nicht, dass es doch kein Problem wäre etwas zu warten. Er sollte doch einmal die Wirklichkeit betrachten (rechte Anschauung). Unsere Putzfrau ist krank und wir konnten nicht so schnell einen Ersatz bekommen. Es ist doch Hochsaison. Er sollte doch nicht so laut sein und seine Begierde nach dem Zimmer zügeln. (rechter Lebenswandel und rechtes Handeln)

Es wäre also für den Touristen klüger und respektvoller an der Rezeption ruhig zu erfragen, ob er denn seine Koffer abstellen kann und sich schon an den Pool hinsetzen kann um etwas zu trinken. Diesen Wunsch, ruhig vorgetragen, wird die Dame auf keinen Fall abschlagen und das Hotel übernimmt sicherlich sogar die Kosten der ersten Getränke. Durch solch ein Verhalten ist die für beide Seiten unangenehme Situation entspannt. (Rechtes Reden, rechtes Streben, rechtes Denken) Wir können etwas gelockert den Urlaub beginnen und sie wird uns in guter Erinnerung behalten, uns immer freundlich anlächeln!

Beispiel 2:

Es wird eine Fahrt zu einem besonderen Tempel angeboten. Pünktlich wie wir sind, stehen wir 10 Minuten vor 8:00 Uhr bereit. Um 8:00 Uhr soll es ja losgehen ! Es wird 8:00 Uhr und es wird 8:15 Uhr. Kein Bus in Sicht. Gemütlich und ohne Eile kommt der thailändische Busfahrer um 8:30 Uhr angezockelt und ein weit sichtbares Buddha Amulett um den Hals zeichnet ihn als Buddhisten aus. Er begrüßt uns freudig mit „sawadee krap“, der thailändischen Begrüßungsform.

Wäre es jetzt hilfreich den Fahrer auf sein vermeintliches Fehlverhalten anzusprechen oder ihn vor versammelten Gästen anzumaulen? NEIN, denn wir erinnern uns an den rechten achtfachen Pfad.

Rechte Anschauung, was haben wir denn wirklich verloren ? Wir haben uns doch nett mit unseren Zimmernachbarn in der Zwischenzeit unterhalten. Hat der ewige Blick zur Uhr etwas verändert?

Rechte Gesinnung, wollten wir uns nicht endlich im Urlaub von stressigen Alltag der Arbeit entspannen und Druck abbauen ? Warum bauen wir denn hier den Druck wieder auf ? (Rechte Rede, rechtes Streben und rechtes Denken!

Warum müssen wir den Busfahrer denn überhaupt mit dessen Verspätung konfrontieren? Er weiß selbst wie spät es ist. Hilft es uns wirklich weiter ? Die 30 Minuten Verspätung holt er vielleicht wieder auf. Ich sollte mehr auf meinen Blutdruck achten und meine Schnappatmung beruhigen !

Was sollen wir aus den Beispielen erkennen?

Sicherlich sind diese beiden Beispiele sehr plakativ gewählt, aber sie sollen zum Nachdenken anregen, denn sie kommen immer wieder in der Realität vor. Was sollen wir also aus Buddhas Lehren für den Thailand-Touristen lernen ?

Vieles was wir in Europa gewohnt sind und durch unsere Erziehung und andere Einflüsse geprägt wurde, ist in Thailand und anderen asiatischen Ländern unangebracht und hilft uns in keinem Falle weiter. Eher das Gegenteil tritt ein ! Etwas Buddhismus tut uns allen gut und hilft uns manchmal weiter. Es muß ja nicht gleich das stundenlange Meditieren im Lotussitz – unserem Schneidersitz – sein  🙂

Einen schönen und verständnisvolleren (!)  Urlaub in Thailand wünscht Euch

Euer Reiner

Auch eine sehr wichtige Thematik im Urlaub: Der Freitags-Quickie – warum ist Kleidung in Thailand so wichtig

Weiterführende Links über wichtige Dinge in Thailand:

Der Freitags-Quickie – Thailand und der Umgang mit dem Geld

Thailand richtig bereisen

Freitags-Quickie Kulturschock fern der Heimat

Wenn Euch meine Beiträge gefallen und ihr keinen Beitrag versäumen wollt meldet Euch doch einfach zum Blog an! Ihr erhaltet dann die neusten Mitteilungen als Hinweis per Mail!

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

                   

Alle Fotos und Texte unterliegen dem Copyright FOTO-KERNER Reiner Kerner 2018-2019
Sollten Sie Interesse an Fotos oder anderen Medien für Ihre Unternehmungen und Werbezwecke haben, oder einer Kooperation sich vorstellen können, wenden Sie sich bitte per E-Mail direkt an mich.

Blogverzeichnis - Bloggerei.de

Print Friendly, PDF & Email

2 Kommentare zu “Buddhas Lehren für den Thailand-Touristen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.