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Foto- und Reiseblog

13 Monate Corona-Virus und die Auswirkungen auf thailändisch – deutsche Beziehungen

Die neusten Entwicklungen machen es immer schwieriger wenn nicht sogar unmöglich nach Thailand zu reisen! Seit mehr als 13 Monaten ist der Corona-Virus COVID-19 in aller Munde. Er gehört in die Gruppe der Grippeviren. Es ist Zeit, nach meinem Beitrag im März 2020, noch einmal nachzufragen, wie sich die thailändisch – deutschen Beziehungen damit verändert haben. Manche sagen oder schreiben auch, dass sie das alles mit dem Virus schon nicht mehr hören können und endlich Ruhe haben wollen. Daher habe ich lange darüber nachgedacht, ob ich dazu nochmals etwas schreiben soll. Jedoch geben mir Gespräche und Ereignisse hier in Deutschland Anregungen und den Grund hier doch dieses Thema auf die Tagesordnung zu setzen.

Mann mit Corona Virus - COVID-19

Man (n) träumt wegen Corona Virus – COVID-19 von der Partnerin (Quelle Pixabay)

Wie kann COVID-19 unsere Beziehungen belasten?

Ein Freund besuchte mich und schilderte mir besorgt und traurig seine Situation:

er hatte seine „Traumfrau“ in Thailand kennengelernt. Sie lebte eigenständig, hatte Besitz und so entschlossen sich Beide buddhistisch zu heiraten. Er wurde in die Familie aufgenommen und alle waren zufrieden und glücklich.

Als er nach Deutschland zurückkehrte wurde die Sehnsucht zur Partnerin immer größer und so entschlossen sich beide, dass sie zu Besuch nach Deutschland kommen sollte. Alle waren glücklich und nervös, als alle vorbereitenden Angelegenheiten wie die Flugbuchung und die Visa Beschaffung für Deutschland abgeschlossen waren.

Die Tage des Wartens vergingen und dann, vier Tage vor ihrer Ankunft in Frankfurt, wurde das Einreiseverbot für nicht EU-Bürger wegen des Corona Virus COVID-19 erlassen.

Das Unglück war groß, wobei sich jetzt und sofort neue Fragen ergaben: verfällt das Visum und bleibt sie auf den Kosten des Fluges sitzen ? Zuerst die gute Nachricht: nach Rücksprache mit der Fluggesellschaft verfällt der Flug nicht und es gibt einen Gutschein ! Jedoch gibt es auch kein Geld zurück. Es besteht innerhalb eines Jahres die Möglichkeit einen anderen Flug auf der selben Streckenführung zu nutzen.

Die nicht so schöne Antwort, die Kosten für Visa-Beschaffung und die damit verbundenen Ausgaben sind verloren. Alles muß bei einem neuen Besuch erneut beantragt werden. So kommen zu den bisherigen Unannehmlichkeiten weitere für die neue Visa-Erteilung hinzu.

So sah der Stand vor einem Jahr aus! Heute nach 13 Monaten war er nicht noch einmal in Thailand. Zum Anfang lief es noch alles gut mit der Fernbeziehung. Es wurden Pläne geschmiedet und man vertröstete sich auf die tolle Zukunft.

Endlich, vor Weihnachten 2020, wurde eine Möglichkeit gefunden und die „Liebste“ konnte für 3 Monate nach Deutschland kommen. Doch alles entwickelte sich ganz anders als geplant! Durch die Beschränkungen war es nicht mehr möglich viel zu unternehmen. Hotels, Museen und Restaurants waren geschlossen. Zum Anfang war es noch schön, dass die „Liebste“ noch tolles thailändisches Essen kochte und in den heimischen Betten war es auch erfüllend. Doch dies änderte sich im Laufe der Zeit!

Die Normalität und der Frust hält Einzug in die thailändisch-deutsche Beziehung

Man(n) spürte langsam die Veränderung. Seine „Liebste“ langweilte sich immer mehr. Es folgten immer häufiger solche Sätze wie: „Immer nur zuhause“ oder „warum nicht gehen zu Freunden“? Das chatten mit Freundinnen in Thailand wurde immer häufiger und dauerte oft über Stunden.  „Du mich nicht lieben und auch kein Geld geben für Familie und auch nicht kaufen neue Kleider!“ Nun die „Liebste“ hatte vergessen, die Läden waren dicht und das Geld durch Kurzarbeit ging auch nicht mehr so flüssig vom Bankkonto zur Hand!

Ihr könnt Euch denken wie diese Geschichte endete – 14 Tage vor Rückflug platzte endgültig unserem Freund der Kragen und die Beziehung war beendet. Für die Thailänderin brach eine Welt zusammen und für den Mann war klar – „Thailänderinnen wollen immer nur Geld!“

Die doppelte finanzielle Belastung in einer Beziehung durch COVID-19

Ich möchte hier weder eine Wertung noch irgendwelche Kritik an Menschen vornehmen, die auch nach 13 Monaten noch immer Thailänder finanziell unterstützen. Es steht jedoch fest, dass es häufig zu starken Anspannungen in den Beziehungen von Thailänderinnen mit Männern aus dem europäischen Raum kommt.

Das Loch in der Tasche wird wegen Corona Grippevirus- COVID-19 immer größer und wirkt sich auf die Beziehungen aus

Das Loch in der Tasche wird wegen Corona – COVID-19 immer größer (Quelle Pixabay)

Viele Unternehmungen in Thailand sind oder werden jetzt durch den erneuten Ausbruch vom Corona Virus – Covid-19 geschlossen. Viele dieser Unternehmungen, ich habe die Formulierung absichtlich gewählt, da ja häufig schon in normaler Zeit die Gewinnspannen bei einigen dieser Geschäften zweifelhaft waren, gehen jetzt in der so genannten 3. Welle vollends den Bach runter. Das trifft auch leider viele Millionen Thailänder und Thailänderinnen mit einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Die Unterhaltungs- und Tourismusindustrie ist am Boden. Bars, Restaurants und Massagen sind geschlossen und dies nicht nur in Thailand, sondern auch in den DACH Ländern.

Tausende Thailänderinnen, die ihre oft hoch verschuldete Familie unterstützen, verlieren ihren Arbeitsplatz und finden durch die Wirtschaftslage und den Corona Grippevirus auch keine neue Tätigkeit. Bisher konnten die Mittel für den Lebensunterhalt durch Zahlungen vom Freund / Ehemann aus den europäischen Ländern oder auch weltweit aufgefangen werden.

DIE SITUATION IN THAILAND NIMMT IMMER BEDROHLICHERE ZUSTÄNDE IN PUNKTO ARMUT AN!

Corona – COVID-19 eine Katastrophe für viele thailändische Familien

Hier bahnt sich nun die große Katastrophe durch COVID-19 an ! Diejenigen, die bisher pünktlich Geld überwiesen haben, müssen nun durch Kurzarbeitergeld oder Umsatz- und Auftragseinbrüche im eigenen Unternehmen die Zahlungen verringern oder sogar vollkommen einstellen.

Frau mit Atemmaske wegen Grippevirus Corona COVID-19

Trotz Atemmaske nach Lösungen suchen wegen Corona COVID-19 (Quelle Pixabay)

Durch COVID-19 ausgelöst steigt die Verzweiflung der Frauen, weil sie den Unterstützungszahlungen für die Familie nicht mehr nachkommen können. Der Besuch vom unterstützenden Farang, also dem westlichen Ausländer, fällt auch weiterhin auf nicht absehbare Zeit aus.

Die Lösungsansätze der Regierung zeigen auch keine wirklichen Erfolge auf! Wie auch – in vielen anderen Ländern sieht es doch genauso aus!

Oftmals kommt jetzt das immer noch existierende Vorurteil der ländlichen Bevölkerung dem Farang gegenüber zum Tragen:

DER FARANG IST REICH UND HAT IMMER GELD!

Die Frauen und Familien erwarten oft, dass der Farang, wenn er selbst kein Geld mehr besitzt, einen Kredit aufnimmt. So wie es ein thailändischer Ehemann für seine Familie tun würde. Dabei wird aber übersehen, dass es für uns Ausländer ja oft nicht mehr möglich ist einen Kredit zu bekommen. Schon gibt ein Wort das andere – und der Streit ist vorprogrammiert!

Welche Lösungen gibt es nach 13 Monaten?

Als erstes möchte ich gestehen: ich habe auch kein Allheilmittel parat!

Krankenschwester mit Maske

Krankenschwester mit Maske

Wieder stehen hier so viele unterschiedliche Lösungen im Raum, je nach Konstellation der Beziehung. Während sich bei einer Deutsch – Deutschen Beziehung das Gespräch  einfacher gestaltet ist oftmals weder der Wille zur Diskussion bei der Thailänderin durch mangelnde Sprachkenntnisse oder durch die Kultur gegeben.

Wie sind die finanziellen Grundlagen beider Partner und die der Familie in der momentanen Lage? Sehr wichtig ist auch die Länge der bestehenden Partnerschaft, da bei einer längeren Partnerschaft ein höheres Maß an Verständnis und Vertrauen vorhanden sein sollte.

Ich persönlich würde mich sehr über Euren sachlichen und ruhigen Kommentar zu diesem Thema hier im Blog freuen. Vielleicht hat ja auch der Eine oder Andere einen Lösungsansatz für die partnerschaftliche Lösung dieses durch den Corona Virus entstandenen Problems gefunden und verrät es uns!

Weitere Informationen zu aktuellen Corona Grippevirus COVID-19 vom Robert Koch Institut:

RKI Informationen über COVID-19

weitere Themen über die Beziehungen zu einer Thailänderin:

Die Thailänderin das Traumbild einer Frau?

Thailand und der Umgang mit dem Geld

Viel Gesundheit und Glück in Eurer Beziehung wünscht Euch Euer Reiner

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6 Kommentare zu “13 Monate Corona-Virus und die Auswirkungen auf thailändisch – deutsche Beziehungen

  1. Jan-Andreas Carsten Fincke

    Ich bin nicht gerade reich und nun mit einer Thai in meiner Alterklasse verheiratet. Bei meinem letzten Thailand Besuch kam ich im März 2020 gerade noch so nach Deutschland zurück.

    Die Arbeitszeit Verkürzungen 2020 machten sich sehr auf dem Konto bemerkbar. Ich sprach mit meiner Verlobten, das auch wir hier Probleme haben und das ich die monatliche Unterstützung reduzieren muss. Sie hatte ihren Job aufgegeben, um die Sprachschule besuchen zu können. Nachdem die erforderlichen Ausgaben durchgerechnet wurden, reduzierte ich die Zuwendung von 20tsd auf 16tsd Bath.

    Auch machten die Einkommenseinbußen extreme Probleme beim Heiratsvisum – meine Meinung, wenn es um Deutsche geht, sind die Anforderung weit übertrieben doch bei Hilfen fürs Ausland spielen Kosten keine Rolle, egal, das zahlt der Michel gerne.

    Wichtiger als die absolute Höhe der monatlichen Zuwendung war die Verläßlichkeit und das es immer noch knapp ausreichend war.

    2021 gab es Covid-19 bedingt noch mal 16tsd Bath extra. Die geimpfte Schwester hatte sich bei einem Patienten angesteckt und es weiter zur Familie des Bruders getragen. 14 Tage Quarantäne, aber keine Lohnfortzahlung. Und das bei sowieso schon reduziertem Einkommen…

    Hat meinem Bild nicht geschadet. Ich bin nicht reich, für einen Falang, aber wenn es wirklich Probleme gibt, schaue ich, ob was geht.

    1. Reiner Kerner Autor des Beitrags

      Hallo Jan-Andreas,

      zuerst einmal sorry das es etwas später geworden ist! 🙁
      Vielen Dank für die ausführliche Schilderung Eurer Beziehung und der finanziellen Situation.
      Dazu von mir mal ein paar persönliche Anmerkungen und Meinungen.
      Zuerst würde mich interessieren wie das persönliche Verhältnis von Euch Beiden über die 10.000 Km aufrecht erhalten wird und ob es in dieser Zeit Veränderungen gegeben hat?
      Wie lange kennt ihr Euch überhaupt schon? Du sprichst manchmal von verheiratet und manchmal von Verlobten.
      Ich finde diese Fragen wichtig Betreff der Stabilität Eurer scheinbar jungen Beziehung. Wo lebt Deine Partnerin – auf dem Land, in einer Stadt oder sogar in Bangkok?
      Die höhe Deiner Zuwendungen erscheint mir als großzügig wenn ich diese im Verhältnis zum Einkommen von manchen Familien in Thailand sehe. Hat sie schon Kinder und wenn wieviele? Auch das muß in eine Wertung der Zahlungen von Dir mit einfließen!
      Voll und ganz gebe ich Dir Recht das für eine thailändische Beziehung fast immer die Verlässlichkeit sehr hoch bewertet wird. Jedoch sollte man auch klar darstellen wenn es mal schwierig wird und die Höhe der Zahlungen variiert.
      Was hat die Dame denn vorher gearbeitet und weißt Du was sie dort vorher verdient hat?
      Es ist wichtig und richtig zu zeigen das man auch für die Familie einsteht, jedoch sollte man immer einen gewissen Realismus im Auge behalten bezogen auf die thailändischen Verhältnisse!
      Ich freue mich auf Deine Antworten!
      LG Reiner

  2. Björn Meyn

    Hallo Reiner,

    ich lese Deinen Blog sehr gerne und möchte meine Erfahrungen weitergeben. Ich schätze es sehr dass Du auf die kulturellen Unterschiede eingehst und versuchst die Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Ich glaube man muss die Geschichte und Kultur eines Landes verstehen um die Menschen zu verstehen. Wenn beide Menschen jeweils die Kultur lernen werden viele Missverständnisse vermieden. Ich habe festgestellt dass das Thailand ein sehr stolzes Volk ist mit einer sehr interessanten Geschichte, wenn man den Menschen mit Respekt begegnet erhält man sehr viel Respekt!

    Jetzt zu Deinem Beitrag:
    Ich habe vor 1,5 Jahren mich in eine Thai Frau verliebt und wir wollen jetzt nächstes Jahr heiraten. Unsere Liebe wurde durch COVID auf eine sehr harte Probe gestellt, dennoch hat uns COVID wahrscheinlich auch geholfen. Durch COVID konnte ich nicht reisen und wir warnen gezwungen auf Chat und Videotelefonie zurück zugreifen. Was wir auch jeden Tag mehrere Stunden machen. So hatte aber jeder die Zeit und auch jeder die Möglichkeit sich immer weiter mit der Kultur und Eigenarten des anderen langsam auseinander zu setzten. Ein Beispiel ist das Thema Eifersucht wenn man das Thema Mia Moi und das ansehen der thailändischen Männer bei den Thai Frauen versteht, ist verständlich warum Eifersucht ein großes Thema ist. Auch das Eifersucht als ein Zeichen der Liebe angesehen wird!! Mit dem Wissen schicke ich heute einfach ein Foto was ich gerade mache und es kommt ein Kuss zurück. Ohne das Wissen wäre ich genervt gewesen und hätte es als Misstrauen verstanden.

    Es gibt viele Vorurteile auch bei den Thai Frauen die durch negative Berichte gefüttert werden, da auch Thai Frauen sich über deutsche Männer austauschen in Foren. Da jeder ließt und dann den anderen fragt kommen teilweise sehr lustige Themen zum Vorschein. Die können dann in der Regel schnell geklärt werden und so wurden durch COVID viele Themen entschärft die sonst zu Streit oder Unmut geführt hätten.

    Im Februar war die Sehnsucht so groß dass ich trotz Quarantäne geflogen bin. Das war die beste Endscheidung die ich machen konnte!! 15 Tage in einem Hotelzimmer ist wie Gefängnis aber es hat meiner Frau die Liebe gezeigt und mit mir von der Familie und Freunden sehr viel Respekt eingebracht!! Den bei Thais aus der Mittelschicht gibt es das Vorurteil der Farang will nur Sex! Nach 14 Tage bin ich dann mit ein paar Geschenken von meiner Frau für meine Familie zurück nach Deutschland geflogen. danach habe ich die Rundreise angetreten und von meiner Frau erzählt und die Geschenke überreicht. Dadurch hat sich jeder per Mail bedankt und es wurde angefangen mit meiner Familie und den Freunden zu schrieben. So dass jetzt jede Woche meine Frau mit dem sozialen Umfeld in Kontakt steht. Ich merke jetzt schon dass meine Familie meine Frau sehr respektiert und sehr mag!!

    Wenn Sie also Ende des Jahres nach Deutschland kommt wird Sie nicht mehr auf völlig fremde treffen und es werden Ihr hoffentlich nicht zu viele Vorurteile entgegen schlagen.

    1. Reiner Kerner Autor des Beitrags

      Hallo Björn,

      zuerst vielen Dank für Deine netten Worte und für das Lob meiner Arbeit! 🙂
      Ja, viele stellen sich eine Partnerschaft einfach vor doch ist dann das Unverständnis der anderen Kultur häufig ein Streitpunkt!
      Ich freue mich für Euch wenn Ihr auch weiterhin an der Beziehung arbeitet und auch weiterhin Verständnis und Zurückhaltung für einander findet!
      Von ganzen Herzen wünsche ich Euch Glück für die gemeinsame Zukunft und würde mich sehr freuen wenn Ihr auch in Zukunft meinen Blog lest und auch uns etwas von dem Fortschritten Eurer Beziehung mitteilst!
      Ganz liebe Grüße

      Reiner

  3. Thomas Elias

    Was für eine schlimme Situation

    Seit 10 Jahren lebe ich zu einem großen Teil in Bangkok, vor einem Jahr wollte ich endgültig übersiedeln.
    Ein Besuch in Deutschland im Juli 2020 ist nun zu einem Desaster geworden. Ich kann nicht mehr zurück nach Thailand (das Quarantäne-Hotel-Knast-Ding mache ich aus Prinzip nicht) und die Zustände in Thailand haben sich verstetigt.

    Viele Freunde und Bekannte und fast alle meiner Nachbarn haben ihre Jobs (und Wohnungen) verloren.
    Mein Freund ist Englischlehrer und verdient an seiner Schule so gut wie gar nichts mehr. Zum Glück startete er einen Onlinehandel, von dem er sogar besser leben kann, als von seinem ursprünglichen Job.

    Ich habe ihn nun fast ein Jahr nicht mehr gesehen und habe heftige Sehnsucht. Er pflegt mein Condo und lässt thailändische Bekannte darin wohnen, die Job und Wohnungen durch Corona verloren haben. so macht mein Condo wenigstens noch einen Sinn.

    Für meine anderen thailändischen Freunde offenbart sich eine Katastrophe:
    Sie haben ihre Jobs verloren und können ihre Familien nicht mehr unterstützen. In den Familien können Medikamente, Arztbesuche, Mieten nicht mehr bezahlt werden. Zwei Großeltern von Bekannten sind verstorben, weil wichtige Medikamente nicht mehr besorgt werden konnten, ein anderer Bekannter ist gestorben, weil er nicht ins Krankenhaus gehen wollte, um seine Familie nicht zu belasten. Er legte sich zu Hause zum Sterben hin – und verstarb.

    Ein Freund aus Cambodia hat seinen Job als Rezeptionist eines großen Massage-Salons in Siem Reap verloren und lebt nun unter dem Stelzenhaus seines Onkels auf dem Lande. Zu essen gibt es, wenn überhaupt, Reis mit Nichts und Früchten, die aus der Natur eingesammelt werden.

    Ich unterstütze, so gut ich kann, indem ich Wohnungen anmiete, bzw. die Mieten für Freunde, Bekannte und Nachbarn bezahle.Ich halte es für wichtig, sie in Bangkok zu halten, denn wenn sie erstmal wieder in den Isan zurückgezogen sind, haben sie in der Zukunft noch weniger Chancen, sich eine Perspektive auzubauen.

    Die Beziehungen zu meinen Freunden und Bekannten leiden sehr, weil ich zwar leidlich Thai sprechen, aber nicht schreiben kann. Das miteinander reden, etwas zusammen zu machen ist der soziale Kitt und wenn das nicht regelmäßig geschieht, lösen sich die Bande. Etliche Bekannte haben Bangkok verlassen und manche beginne ich, aus dem Augen zu verlieren.

    Ich hoffe sehr darauf, dass endlich eine große Impfkampagne gestartet und eine halbwegs normale Einreise wieder stattfinden kann. Ich vermisse vor allem meinen Freund so sehr.

    1. Reiner Kerner Autor des Beitrags

      Hallo Thomas,
      sorry das ich mich erst jetzt melde! Leider ist die Tagesplanung einfach zu voll! 😉
      Vielen Dank für Deine Schilderung der jetzigen Situation. Das mit dem teuren Hotelaufenthalt sehe ich auch nicht ein zudem ich glaube, es ist viel zu teuer und das Geld versinkt dann in dunkele Taschen!
      Die Armut nimmt immer mehr zu und macht auch nicht mehr vor dem Mittelstand halt. Es ist eine merkwürdige Situation und es macht mich sehr traurig zu hören wie die Menschen dort und in den Nachbarländern leiden. Es ist gut wenn es Menschen wie Dich gibt die in der größten Not, so gut es geht, helfen.
      Ich drücke Dir und den Freunden die Daumen diese verrückte Zeit zu überstehen und dann doch zu einem gemeinsamen Leben zu finden!
      Mit lieben Gruß
      Reiner

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