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Können Thailänderinnen in Deutschland leben?

Kann man als thailändischer Staatsbürger in Deutschland leben?

Was ist das denn für einen Fragestellung? 🙁  Können wir Europäer oder wir Deutschen in Thailand leben? Diese Frage ist ebenso  bemerkenswert! Aber nun gut, es gibt ja keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten und daher werde ich versuchen diese ernstgemeinte Fragestellung „Können Thailänderinnen in Deutschland leben?“ sachlich und von allen Seiten her zu beantworten

Wie so häufig in den Wissenschaften und im Leben löst eine Frage eine ganze Kette von weiteren Fragen aus!

Thailänderin mit Kind im Sonnenuntergang

Ein Traumbild von Glück und Zufriedenheit für die Thailänderin in Deutschland zu leben (Bildquelle Pixabay)

Ich werde hier viel mehr über die Thailänderin schreiben, weil ich dazu mehr Erfahrungen und Einblicke habe. Bei den Männern trifft vieles genauso zu, aber hier sind meine Erfahrungen nur auf zwei oder drei Personen hier in Deutschland beschränkt. Dieses ist, glaube, ich nicht repräsentativ genug.

Das sind die grundlegenden Fragen, wenn eine Thailänderin nach Deutschland kommt:

  • Pauschal geht bei diesem Thema gar nichts! Hier gibt viele Unterschiede aus welcher Gesellschaftsschicht oder besser welcher Bildungsschicht die Frauen vorher angehört haben.
  • Welche wirtschaftlichen Voraussetzungen bringen sie aus ihrem vorherigen Leben in Thailand mit nach Deutschland?
  • Welches Alter haben sie bei der Ankunft in Deutschland?
  • Wie sind die gesetzlichen Regelungen eingehalten?

Die Bildung der Thailänderin wenn sie nach Deutschland kommt

Für mich eine der grundlegenden Fragen, denn häufig ist es dieser Punkt, der über Erfolg oder Misserfolg bei der erfolgreichen Integration in Deutschland entscheidet. Eigentlich ist die Formulierung fehlerhaft, denn es geht nach meiner Einschätzung mehr um die Wissbegierde der Thailänderin.

Hier sehe ich drei vollkommen unterschiedliche Gruppen, die sich bei mir heraus kristallisiert haben.

  1. Die wissbegierige und neugierige Thailänderin, die alles wissen möchte, die von sich aus beginnt Fragen zu stellen und versucht sich von alleine mit der neuen Sprache und den neuen Kulturgegebenheiten anzufreunden.
  2. Die Gruppe von Frauen, die das, was sie sehen, versuchen aufzunehmen und das Beste aus der neuen Umgebung und Lebenswelt zu machen.
  3. Die Frau, die eigentlich schon vor ihrer Ankunft festgelegt hat, wie ihr zukünftiges Leben in Deutschland aussehen soll und davon auch nicht beabsichtigt abzuweichen.

Sicherlich könnt Ihr Euch selber die Frage beantworten wie groß die Erfolgsaussichten für die einzelnen Gruppen sich darstellen in DACH zufrieden zu leben und ein Familienleben zu gestalten.

Thailänderin bei studieren der Sprache

Thailänderin bei studieren der Sprache (Bildquelle Pixabay)

Das vorherige Leben in Thailand prägt die Zukunft der Thailänderin

Welchen wirtschaftlichen Status hatte die Thailänderin bevor sie nach Deutschland kam und wie gestaltete sich ihr Erwerbsleben. Dies ist eines der heikelsten Themen, da es sich mit einem sehr sensiblen Punkt beschäftigt, nämlich mit den Finanzen.

Thailand ist ein sehr hierarchisch aufgebautes und finanziell ausgerichtetes Land mit einer darauf aufbauenden  Wertigkeitsstruktur. Durch Schulbildung und durch die strikte Trennung der Hierachiestufen ist ein Aufstieg aus den unteren Gesellschaftsstufen für die Mädchen und Frauen fast unmöglich. Die Schulausbildung ist in Thailand sehr unterschiedlich gestaltet und so sind häufig die Englisch-Kenntnisse sehr wenig oder gar nicht vorhanden. Dazu kommt noch, dass es bei der Ausführung von bestimmten Tätigkeiten  zu einem Gesichtsverlust, also einem Verlust der Anerkennung durch andere kommt.

Schulklasse in kleinem Dorf

Schulklasse in kleinem Dorf

Dies kann jedoch durch besonderen Wohlstand oder durch die Darstellung besonders kostspieliger Konsumgüter ausgeglichen beziehungsweise überspielt werden.

Bei diesem Punkt kommen wir zum Kern der Frage: woher also aus welcher Schicht kommt die nach DACH einreisende Frau.

Das frühere Arbeitsumfeld der Thailänderin

Frauen, die längere Zeit als Prostituierte gearbeitet haben, werden es sicherlich schwer haben in der neuen Gesellschaft heimisch zu werden. Es besteht die Wahrscheinlichkeit wieder in ein alt vertrautes, schnell zu erzielendes hohes Einkommen versprechendes Milieu, zurückzukehren.

Werbefahne Thaimassage

Werbefahne Thaimassage

Dabei sind es oft die jungen Frauen, die in DACH von anderen Herren sehr schnell umworben werden und oftmals dem Angebot nachgeben. Der Traum vom schnellen Reichtum lässt des öfteren den vorher gegeben Treueschwur schnell vergessen und zu dem scheinbar wohlhabenden Mann zu wechseln, der ein einfacheres Leben mit teurem Auto, Haus und Gold verspricht und auch das Versprechen einlöst.

Frauen, die in anderen Berufen tätig gewesen sind, haben leider in Deutschland, aber wahrscheinlich auch in Östereich oder in der Schweiz, auch keinen leichten Start. Fehlende Sprachkenntnisse, das nicht Anerkennen der Berufs- oder Schulbildung und das ewige Vorurteil „Die Thailänderin will ja doch nur sein Geld“ in der Gesellschaft, machen den Anfang hier schwer. Häufig bleibt nur die Eröffnung eines Restaurants, eines Massagestudios oder der Beruf der Raumpflegerin für die Frauen übrig. Für eine Frau, die vielleicht in Thailand als Krankenschwester, im Büro oder bei einer Bank gearbeitet hatte, keine rosigen Aussichten.

Thailänderin im Massagestudio

Thailänderin im Massagestudio (Bildquelle Pixabay)

Das bestehende Heimweh macht den Aufenthalt komplizierter

Fast alle der thailändischen Frauen, die ich kenne, gestehen nach einer Zeit ein, sehr großes Heimweh zu haben! Die Trennung von der Familie, besonders von den Eltern, das so vollkommenen andere Klima, die menschliche Kälte und natürlich die andere Küche machen vielen Frauen in DACH das Leben schwer. Oft habe ich gehört, die Menschen hier denken ja sowieso nur wir wären alle auf das Geld der Männer aus. Leider ist dieses abscheuliche Vorurteil immer noch in den Köpfen der Menschen über Thailand gültig. In DACH wird über so viele Dinge ganz anders gesprochen und die Menschen verhalten sich so ganz anders im Gegensatz zu Thailand, dass es vielen Frauen sehr schwer fällt sich in dem neuen Land wohlzufühlen.

Die rechtliche Situation

Das alles mit den Papieren und den Visa-Angelegenheiten ordnungsgemäß bis zur Einreise abgelaufen sein sollte, auch wenn es einem Hürdenlauf in Thailand und Deutschland gleicht, brauche ich wohl hier nicht zu erwähnen. Ich habe viel öfter erlebt, dass die bürokratische Situation ein viel größeres Problem darstellt. Das Rechtssystem in Thailand und auch das Steuersystem sind vollkommen anders. Die „Bürokratensprache“ und das Formularwesen ist ja schon kaum für Deutsche verständlich, wie soll sich da eine Thailänderin sich zurecht finden. Gewerbeanmeldung, Finanzamt, Krankenkasse, Rentenversicherung, Polizei, Führerschein und die andere Verkehrslage lassen oft die Thailänder verzweifeln.

Warum muß ich für ein so kleines Motorrad einen Führerschein machen und warum ist denn die Versicherung dafür so teuer? Immer wieder höre ich diese Frage! In Thailand fährt doch schon jedes Kind Motorrad!? Warum wird mir verboten im Haus meine thailändischen Gerichte mit Chili und Fischsauce zu kochen? Die deutschen Nachbarn sagen wir stinken, dabei sind wir Thailänder ein sehr reinliches Volk und manchmal in Punkto Körperpflege sauberer als die Deutschen! 🙁

Ich hatte vor einiger Zeit eine Kriminalbeamtin eingeladen, bei unserem Thailändisch – Deutschen Kulturverein, um die Deutsche Polizei und das Rechtswesen vorzustellen und für das Vertrauen zur Polizei zu werben. Die Kommissarin war schon sehr erschrocken, als von den thailändischen Frauen solche Fragen kamen: „Wieviel kostet es denn wenn man einem Polizisten Geld für den Straferlass (gemeint war die Höhe des Bestechungsgeldes) zustecken möchte? Darf ich in meiner Massage denn die Männer mit dem Elektroschocker abwehren, wenn diese zudringlich werden? Ich sehe und höre jetzt hier schon einige lachen und sagen das gibt es doch gar nicht! Doch so etwas gibt es und dieses ist in Thailand leider auch an der Tagesordnung. Leider leidet Thailand immer noch unter eine hohe Korruption. Jedoch zeigen sich hier auch erste Erfolge.

Eine offene Frage der Zukunftsplanung

Sicherlich spielt das Geld immer eine mit entscheidende Rolle. In meinem Post „Der fallende Baht-Kurs als Familienkiller?“ greife ich das Thema auf, das viele heutzutage beschäftigt. Erst vor kurzem hörte ich von einer Thailänderin: „Mein Mann wollte immer nach Thailand wenn er Rente bekommt! Jetzt sagte er, das wird bei diesem Baht Wechselkurs nicht möglich sein!  Ich will doch aber zurück zu meiner Familie, was mache ich denn jetzt nur?“

Resümee der Frage, ob eine Thailänderin in Deutschland leben kann

Eigentlich ist dies nicht zu beantworten ! Ich kann und werde es auch nie beantworten können! Zu unterschiedlich sind die Menschen und die Lebenswege und Schicksale. In all den Jahren und in vielen Gesprächen kam immer wieder das große Heimweh nach Thailand ins Gespräch. Nur wenige Frauen wollen für immer in Deutschland bleiben. Diese Frauen lieben erstaunlicherweise die kalten Temperaturen und den Ordnungssinn der Deutschen. Häufig wird auch die Sauberkeit angesprochen. Die eindeutige Mehrheit sieht aber Deutschland weniger als eine Heimat, im besten Fall als einen Lebensraum auf Zeit an! Denn mit Thailand ist sowieso nichts zu vergleichen!

Ein auch sehr heiss umstrittenes Thema, das aber auch zum Wissen um eine Beziehung zu einer Thailänderin dazu gehört: Sin Sod oder das Brautgeld in Thailand

Ich freue mich über sachliche Stellungnahmen und einen regen Austausch der Meinungen in den Kommentaren.

Euer Reiner

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2 Kommentare zu “Können Thailänderinnen in Deutschland leben?

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