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Foto- und Reiseblog

Wat Si Mahapho in Sukhothai

Wat Si Mahapho – der unbekannte Tempel in Sukhothai

Wat Si Mahapho ist einer der Tempel, die etwas abseits liegen und die von Touristen fast nie besucht werden. Es ist einer der Orte, an dem man das „wahre“ oder das „richtige“ Thailand, wie es oft genannt wird, erleben kann. Ich hatte Wat Si Mahapho auf meinen „Kreuzzügen“ durch die Landschaft mit dem Motorrad entdeckt. An diesem Tag folgte ich der Strasse und ließ mich treiben. An der ersten Station am Tempel Wat Ratchaphruek waren die Menschen gerade bei der Vorbereitung zu einem großen Tempelfest und so fragte ich nach einem weiteren Tempel in der Nähe. So gelangte ich also zum Tempel Wat Si Mahapho, der natürlich wie immer in mehreren Schreibweisen vorkommt – Wat Mahapho – Wat Maha Poo oder auf thailändisch วัดศรีมหาโพธิ์.

Wat Si Mahapho Panorama

Wat Si Mahapho Panorama

Wo befindet sich Wat Si Mahapho?

Sicherlich ist der Tempel nicht so ganz einfach zu finden. Ich war, wie schon erwähnt, mit meinem Motorrad unterwegs. Wer jetzt im Internet den Standort des Tempel sucht sollte vorsichtig sein. Wat Si Mahapho wird sehr gerne in der Nähe von Nakhon Pathom angezeigt, da sich dort ein gleichnamiger Tempel befindet.

Ich folgte also dem Highway 5031 bis zum Wat Ratchaphruek und fragte mich von dort aus durch. Da die Thailänder sehr freundlich und hilfsbereit sind gab es Einiges zum lachen, aber jeder, den ich fragte, gab mir bereitwillig Auskunft und so war Wat Si Mahapho schnell gefunden.

 

Rundgang im Wat Si Maha Pho

Anfahrt zum Tempel Wat Si Mahapho

Anfahrt zum Tempel Wat Si Mahapho über den Fluß

Wenn man sich dem Tempel nähert fährt man über eine Brücke, von der man einen schönen Blick auf die Häuser der Menschen erhaschen kann, die hier leben.

Wat Si Maha Pho von aussen betrachtet

Wat Si Maha Pho von aussen betrachtet

Es ist mir schon sehr häufig so ergangen, dass von aussen betrachtet ein Tempel in Thailand fast enttäuschend aussehen kann. So war es auch beim Wat Si Maha Pho. Es sollte jedoch im Inneren Überraschungen für mich bereit halten.

Der Rundgang im Wat Si Maha Pho

Wer sich über die Gebäude und den Aufbau eines Tempels in Thailand informieren möchte, dem sei der Beitrag: Was gehört zu einem Wat , hier in meinem Blog, empfohlen!

Beginnen wir unseren Rundgang bei dem wunderschönen Bot, dem Allerheiligsten eines thailändischen Tempels. Leider war er hier verschlossen. So mussten wir uns nur mit dem Äusseren begnügen. Weiß, Gold, Rot und Blau dominieren hier. 

Bot von Wat Si Maha Pho in Sukhothai

Bot von Wat Si Maha Pho

Auffallend ist der riesige Gong aus Kupfer oder Bronze mit einem Durchmesser von mehr als 150 Zentimetern und gleich daneben der imposante Yak – der Beschützer des Tempels. Bemerkenswert ist hier, dass er vor dem Bot steht und nicht schon, wie sonst üblich, an den Eingängen zum Tempelgelände.

Gong und Yaksha am Bot von Wat Si Maha Pho

Großer Gong und Yaksha am Bot von Wat Si Maha Pho

Meiner Begleitung machte es viel Spaß den Gong zu schlagen, obwohl der Schlegel schon ein anständiges Gewicht hatte. Da nun durch das Schlagen auch Buddha wusste, dass wir hier sind, konnte die Entdeckungstour weitergehen.

Grosser Gong im Wat Si Maha Pho

Grosser Gong im Wat Si Maha Pho im Vergleich zu meiner Begleitung

Der grüne Yaksha vom Wat Si Maha Pho

Yaks oder Yakshas sind die Beschützer eines Tempels und laut den Sagen Götter niederen Ranges. Bei dieser figürlichen Darstellung handelt es sich um Tosakanth oder in der hinduistischen Namensgebung – Ravana. Hauptmerkmal ist hier die grüne Gesichtsfärbung. Im Ramayana, der berühmten indischen Erzählung, raubt er Sita, die Ehefrau des Gottes Rama. Im thailändischen Maskentanz „Khon“ finden wir ihn in einer der wichtigen Rollen wieder.

Weiter Informationen findet Ihr hier: 

Khon, der Tanz über den Kampf, Gut gegen Böse

Yakshas – die Hüter der verborgenen Schätze

Yaksha am Wat Si Maha Pho

Yaksha am Wat Si Maha Pho

Auffällig ist weiterhin, dass die Botsteine, die Steine die den heiligsten Bereich eines Tempels markieren, hier direkt vor dem Eingang stehen. Dies ist mir schon bei einigen anderen Tempelanlagen aufgefallen. Ob dies aus besonderen, religiösen oder nur aus architektonischen Gründen – Platznot – geschieht, ließ sich bisher von mir noch nicht ergründen.

Eingang mit Botstein und Figurenstatuen

Eingang mit Botstein und Figurenstatuen

Figur am Treppenaufgang des Tempels

Figur am Treppenaufgang des Tempels

Für mich wirken die Figuren nicht so fein ausgearbeitet wie bei älteren Tempeln und erst recht nicht sind sie mit denjenigen der Khmerzeit zu vergleichen.

Chofa am Dach des Bot im Wat Si Maha Pho

Chofa am Dach des Bot im Wat Si Maha Pho

Immer wieder bin ich von den am Dach angebrachten Chofas fasziniert. Diese „Himmelsbüschel“ findet man häufig in Thailand an religiösen Gebäuden. Oft aus Hartholz geschnitzt und vergoldet, aber auch bei moderneren Gebäuden aus Blech und ebenfalls vergoldet. Diese geschwungene, vergoldete Form stilisiert Garuda. Dieses Wesen, halb Mensch halb Vogel, das man auch häufig an Gebäuden findet, die eine staatliche oder königliche Funktion haben, soll das Reittier Vishnus aus der indischen Mythologie sein.

Der besondere Chedi von Wat Si Maha Pho

Chedi im Wat Si Maha Pho

Chedi im Wat Si Maha Pho

Ein ganz besonderes Gebäude ist der Chedi hier im Wat Si Maha Pho. Er ist gesäumt von unzähligen, gleich gestalteten Buddha-Figuren aus Beton, die alle eine Allmosenschale vor dem Bauch tragen. Es ist die Darstellung, die dem Mittwochvormittag-Buddha entspricht. Wer mehr über die Bedeutung der Buddha-Darstellung wissen möchte, dem sei dieser Artikel auf meinem Blog empfohlen: Die Wochentage in Thailand Symbolik im Volksglauben und Buddhismus

Buddha-Statuen am Chedi Wat Si Maha Pho

Buddha-Statuen am Chedi Wat Si Maha Pho

Es ist schon etwas Wundervolles diese Ruhe ausstrahlenden Figuren intensiver zu betrachten.

Buddha-Statuen mit Almosenschalen

Buddha-Statuen mit Almosenschalen

Auf einem Sockel lädt uns eine Buddha-Statue im typischen schlanken und eleganten Sukhothai-Stil zum Moment der Ruhe ein. Mit der schutzverheißenden Geste, der Flamme der Erleuchtung auf dem Haarknoten und den lang geformten Händen ist diese Art der Kunst das Sinnbild der Sukhothai-Epoche.

Schreitender Buddha im Wat Si Maha Pho - Sukhothai

Schreitender Buddha im Wat Si Maha Pho

Weißer Buddha mit den Erleuchtungsmahlen

Weißer Buddha mit den „eines großen Mannes“ in den Handflächen

Bei dieser Darstellung fällt deutlich die andere Formgebung auf. Deutlich sind die goldenen Zeichen in den Handflächen zu erkennen. Diese symbolisieren  den Punkt 2 der „32 Merkmale eines großen Mannes“, die einen Buddha auszeichnen. Diese Beschreibung stammt aus dem Pali-Kanon, also aus einer anikonischen Zeit, aus der es keine bildlichen Darstellungen Buddhas gibt. Ich werde in einem weiteren Posting auf diese Besonderheiten eingehen.

Aufgang zu den Buddha-Figuren

Aufgang zu den Buddha-Figuren

Die drei Buddha-Bildnisse im Wat Si Maha Pho

Diese drei Buddha-Gruppen und der aus der Ayutthayazeit stammende Buddha im Viharn sind die sichtbaren Besonderheiten hier im Tempel. Sie werden von den Gläubigen hoch verehrt.

Buddha-Figuren im Wat Si Maha Pho Figurengruppe 1

Buddha-Figuren im Wat Si Maha Pho Figurengruppe 1

 

Buddha-Figuren im Wat Si Maha Pho Figurengruppe 2

Buddha-Figuren im Wat Si Maha Pho Figurengruppe 2

 

Buddha-Figuren im Wat Si Maha Pho Figurengruppe 3

Buddha-Figuren im Wat Si Maha Pho Figurengruppe 3

Das Museum im Erdgeschoß von
Wat Si Maha Pho

Das hier im Wat Si Maha Pho befindliche Museum ist sehenswert. Es gibt viele Ausstellungsstücke, die das Leben und die Gebrauchsgegenstände der hiesigen Bewohner und der Mönche zeigen. Bilder der hier wirkenden Mönche und Kunstgegenstände runden den Überblick der Kultur hier ab. 

Überblick eines Raumes des Museums

Überblick eines Raumes des Museums

 

Bilder von Mönchen aus dem Tempel

Bilder von Mönchen aus dem Tempel

 

historische Ausstellungsstücke

historische Ausstellungsstücke

Krematorium des Wat Si Maha Pho

Krematorium des Wat Si Maha Pho

Mit dem Bild des sehr schön verzierten Krematoriums beenden wir hier unseren Rundgang.

Resume meines Besuches von Tempel

BESUCHSWERT:  **** von ****** Kerner-Sternen Die Kerner-Sterne sind die Einheit, die über die Attraktivität einer Attraktion Auskunft geben soll. Sie basieren auf einer subjektiven, persönlichen Einschätzung durch mich.

Sicherlich ist dieser Tempel niemals ein Ort, der in großen Reiseführern auftauchen wird! Er zeigt jedoch wie wundervoll vielseitig, verschiedenartig Thailand und speziell meine zweite Heimat Sukhothai sich präsentiert. Wer sich ernsthaft mit Thailand und dem Buddhismus beschäftigt, dem eröffnet das „Land of smile“ ein unendliches Angebot an Interessantem, merkwürdigen, abenteuerlichen und skurrilen Dingen, Orten und Erlebnissen!

GANZ NACH DEM WAHLSPRUCH – AMAZING THAILAND

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