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Foto- und Reiseblog

Wie werde ich ein Buddhist?

Das buddhistische Glaubensbekenntnis – wie werde ich Buddhist

Immer wieder taucht in sozialen Netzwerken die Fragestellung auf: „wie werde ich ein Buddhist?“ – hier in Deutschland oder auch anderswo. Da es sehr viele unterschiedliche Informationen dazu gibt, habe ich mich auf die Suche nach Antworten begeben. Um es aber gleich vorweg zu nehmen, wir müssen zwei unterschiedliche Ebenen betrachten! Da ist die rechtliche Ebene mit der Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft und die religiöse Ebene.

Auf dem Weg zu Buddha - wie werde ich Buddhist

Auf dem Weg zu Buddha – wie werde ich Buddhist (Bildquelle – Pixabay)

Wenn ich hier im Posting von „Buddhisten“ schreibe, so meine ich alle Geschlechter und Lebens- und Gefühlsformen. Für mich sind es alles Menschen und es bedarf in meiner Glaubenswelt keiner dieser Trennungen oder besonderen Hervorhebungen.

Die rechtliche Ebene von Buddhisten in Deutschland

Wo kann man zu diesem Thema Informationen erhalten? Ich dachte dabei sofort an die fast wichtigste Institution in Deutschland – das Finanzamt. 🙂
Also zum Telefonhörer gegriffen und freudig angerufen! „Wie bitte, was möchten Sie?“ „Eine Auskunft über den Eintrag zur buddhistischen Zugehörigkeit?“. Die freundliche Stimme aus der Telefonauskunft klang etwas erstaunt, belustigt, aber auch verzweifelt! Ja, wer könnte da wohl zuständig sein? Auf meinen Hinweis mit dem Thema Kirchensteuer und Spenden war sie erleichtert und es kam: Augenblick – ich verbinde!
Die nette Frau, die jetzt meinen Anruf annahm, klang schon nicht mehr so überrascht! „Ist eigentlich ganz einfach: Sie gehen zum Rathaus, lassen sich dort als Buddhist eintragen und das Rathaus übermittelt uns dann die Änderung!“. Sie werden dann bei uns mit dem Eintrag „ohne Religionszugehörigkeit“ geführt, da ja keine Kirchensteuer fällig wird. OK, vielen Dank für die nette Auskunft – ich beendete das Telefonat.

In Deutschland Buddhist werden - hier die Rechtslage

In Deutschland Buddhist werden – wie sieht es gesetzlich aus? (Bildquelle – Pixabay)

Nun gut, also Anruf beim Rathaus in Gütersloh. Auch hier wieder die Frage sehr freundlich – aber auch etwas erheitert angenommen. Bitte, wir versuchen es einmal beim Bürgerbüro – die sind für den Eintrag zuständig. Aber auch beim Bürgerbüro kam nur der Hinweis, dass es den Eintrag „ohne Religionszugehörigkeit“ gibt. Es würden nur die beiden Hauptreligionen Katholisch und Evangelisch eingetragen.
So gab ich dann auf, bei dem Buddhismus erschien mir das ja noch verständlich, da es ja Meinungen gibt, der Buddhismus sei keine Religion, aber was ist denn mit den ganzen anderen Religionen dieser Welt! ?

Fakt ist also, dass es von der rechtlichen Seite her keine Notwendigkeit bzw. Möglichkeit gibt Buddhist zu werden.

Wie werden ich Buddhist – die religiöse Ebene

die Frage kann grundlegend ganz einfach beantwortet werden! Buddhist ist man, wenn man sich als Buddhist fühlt!

WENN FÜR DICH DIE BUDDHISTISCHEN LEHREN RICHTIG SIND UND DU SIE PRAKTIZIEREN WILLST, DANN BIST DU BUDDHIST ODER BUDDHISTIN!

Um ein Buddhist zu sein bedarf es keiner formellen Form, da es keine offizielle Kirche gibt, sondern nur verschiedene Gruppen und den „Dachverband der Deutschen buddhistischen Union„. Du bist also schon ein Buddhist, wenn Du dich zu der Lehre bekennst.

Buddha und seine Jünger

Buddha auf dem Weg ins Nirwana und seine Jünger – ein Terrakotta-Mosaik in Sukhothai

Die drei Juwelen – die drei Kostbarkeiten

Die Drei Juwelen (Sanskrit: Triratna) werden auch als drei Kostbarkeiten, drei Schätze oder drei Edelsteine bezeichnet. Hierbei handelt es sich um die Grundfeste des Buddhismus – Buddha, Dharma (Die Lehre Buddhas) und Sanga (die Gemeinschaft)
Eine Person, die diese Überzeugungen lebt, gilt als Buddhist.

Moenche in Thailand

Sanga – die Gemeinschaft der Buddhisten (Bildquelle – Pixabay)

Das Glaubensbekenntnis der Buddhisten

Wie werde ich Buddhist? – kann also mit dem Glaubensbekenntnis auf Pali von den Buddhisten beantwortet werden:

Buddhaṃ saraṇaṃ gacchāmi

Ich suche Zuflucht bei Buddha

Dhammaṃ saraṇaṃ gacchāmi.

Ich nehme Zuflucht im Dharma

Saṅghaṃ saraṇaṃ gacchāmi.

Ich nehme Zuflucht im Sanga

Im Mahayana Buddhismus lautet die Zufluchtsformel:

Zusammen mit allen Lebewesen
nehme ich von heute an,
bis die Essenz der Erleuchtung erlangt ist,
Zuflucht zu Buddha als Lehrer,
Zuflucht zu seiner Lehre, die aus überliefertem und innerlich verwirklichtem Wissen besteht, und
Zuflucht zur Gemeinschaft der erhabenen Wesen.

Dieser Text wird dreimal hintereinander gesprochen

Diese Zufluchtnahme kann bei einer Zeremonie mit der buddhistischen Gemeinschaft abgelegt werden. Diese wird jeden Morgen und Abend im Tempel durchgeführt. Gleichzeitig verpflichtet sich der Gläubige die Fünf Silas, die sittlichen Regeln der Buddhisten  zu achten.

Die Silas sind die Vorsätze um eine Leben gemäß dem Buddhismus zu führen!

  1. Nicht töten – Keinem fühlenden Wesen, Mensch oder Tier das Leben nehmen
  2. Nicht stehlen – Nichts nehmen was einem nicht gegeben wird
  3. Kein sexuelles Fehlverhalten – Sexuelle Handlungen nur zwischen erwachsenen Partnern, die in keiner anderen Verbindung stehen
  4. Nicht Lügen – nicht die Unwahrheit sagen in jeglicher Form
  5. Keine berauschenden oder sinnesverändernden Mittel benutzen – der Geist soll klar sein und nicht durch Substanzen getrübt werden

Interessante weiterführende Themen zum Buddhismus und zu Buddha:

Die 32 Merkmale eines Buddhas

Die Gestik der Buddha-Darstellungen Teil 1 von 3 Teilen

Meine Persönliche Meinung zur Frage – wie werde ich Buddhist

Wie bei allen Glaubensrichtungen ist doch in meinen Augen das Wichtigste, dass Du für Dich selbst die Werte und die Vorgaben lebst. Dies bedeutet, das Du nicht nur blindlings hinter etwas hinterherläufst, sondern auch diesen Glauben auf seine Richtigkeit und seine Aussagekraft hinterfragst – damit in eine innere Diskussion mit dir selbst eintrittst um mit dir selbst zu klären, ob das, was Du tust, dem Glauben entspricht.

Der Buddhismus ist viel komplexer als wir westlichen Menschen uns vorstellen und viel schwieriger und undurchsichtiger als wir begreifen können. Wir sollten uns aber nicht entmutigen lassen auf dem Weg zu Buddha.

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