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Neues vom Wat Si Chum

Neues und Unbekanntes vom Wat Si Chum

Wat Si Chum ist eigentlich ein besonderes „Aushängeschild“ im „Historischen Park Sukhothai„. Täglich kommen thailändische Schulklassen, Gläubige, die den Buddha verehren wollen und natürlich unzählige Touristen zum Wat Si Chum. Viele dieser Besucher umrunden das Heiligtum und übersehen dabei Dinge und Gebäude, die hochinteressant sind.

Im ersten Bericht über das historische Wat Si Chum haben wir schon einen guten Blick über diesen bemerkenswerten Tempel erhalten. Nun wollen wir gemeinsam die weiteren Sehenswürdigkeiten erkunden.

Wo befindet sich Wat Si Chum

Der Tempel liegt außerhalb der historischen Stadt (Mueang Kao – เมืองเก่า) im Nordwesten. Er gehört aber zum Historischen Park Sukhothai. Anhand der Karte ist es leicht zu finden:

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Der südliche Treppenaufgang im Wat Si Chum

In der südlichen Wand befindet sich ein Aufgang zum Dach des Gebäudes. Dieser Zugang ist jedoch für die Besucher gesperrt. An der Decke dieses Aufgangs befinden sich mehr als 50 gravierte Platten, die die fünfhundert Leben Buddhas vor seiner Erleuchtung zeigen. Diese Platten waren in historischer Zeit am Chedi des Wat Mahathat angebracht und wurden bei einem Umbau am Wat Si Chum verarbeitet. Man bezeichnet diese Platten als Darstellung des Jataka (Die Geburtsgeschichte). Die Jataka kommt aus dem Sanskrit und sind Geschichten, die vermutlich aus anderen Religionsformen in den Buddhismus einflossen. Im Aufgang vom Wat Si Chum dienen sie als symbolischer Aufstieg zur Erleuchtung an der Buddha-Statue. Man vermutet auch, dass dort auch Mönche emporgestiegen sind und von dort aus, so zusagen mit Buddhas Stimme, zu den Gläubigen gesprochen haben.

Der schmale Gang an der Südseite vom Wat Si Chum

Der schmale Gang an der Südseite vom Wat Si Chum                © Ramkamhaeng National Museum

Es war mir bisher leider nicht möglich diesen Gang zu betreten, doch als ich die Bilder aus dem Gang sah, die mir freundlicherweise vom Ramkhamhaeng National Museum zur Verfügung gestellt wurden, konnte ich verstehen, warum eine Begehung nicht möglich war.

Der Treppenaufgang ist nur zirka 40 Zentimeter breit und man muß deshalb fast seitlich gehen. Dazu kommt die für Thailand übliche feuchte und schwüle Luft. Wenn so mehrere Personen hintereinander gehen und einem plötzlich übel wird oder dieser sogar ohnmächtig wird, ist eine Hilfeleistung fast nicht möglich.

Doch durch die Fotos des Museums erhalten wir trotzdem einen Ausblick auf die Buddha-Statue, der sonst nicht möglich ist.

Blick auf den Buddha im Wat Si Chum vom seitlichen Fenster aus

Blick auf den Buddha im Wat Si Chum vom seitlichen Fenster aus © Ramkamhaeng National Museum

Die Jataka Abbildungen

Ein weitere Highlight in dem Treppenaufgang sind die „Jataka-Abbildungen“. Dabei handelt es sich um Gravuren einzelner Geschichten auf Schiefertafeln.

Grafik einer Jataka Tafel im Wat Sie Chum in Sukhothai

Grafik einer Jataka Tafel im Wat Sie Chum © Ramkamhaeng National Museum

Weitere Repliken dieser Abbildungen befinden sich in einem Treppenaufgang des Ramkhamhaeng National Museums in Sukhothai.

Replika Serivania-Jataka

Replika Serivania-Jataka

Diese faszinierenden, jedoch für uns schwer zu ergründenden Abbildungen der 547 Jataka-Erzählungen, sind ein Teil des Pali-Kanons. Dieses ist die älteste überlieferte Sammlung von Lehr-Reden des historischen Buddha, dem früheren Prinzen Siddhartha Gautama.

Replika Cullaka Setthi Jātaka

Replika Cullaka Setthi Jātaka

Weitere Informationen zu diesem Thema findet Ihr im einem einzelnen Posting, das noch folgt!

Replik Bhojajaniya-Jātaka

Replika Bhojajaniya-Jātaka

Der unbekannte Tempel neben Wat Si Chum

Nur die Wenigsten wissen und besuchen „วัดศรีชุม (ใหม่)“, den Tempel Wat Si Chum – neu. Er befindet sich im Süden neben dem historischen Wat Si Chum. Er ist über einen kleinen Umweg zu erreichen. Folgt man der Straße vom Parkplatz vom Wat Si Chum aus, dann kommt man zur Hauptstrasse. Dort biegen wir rechts ab und kommen zu einer Kurve nach rechts. Zirka 100 Meter nach der Kurve kommt eine Kreuzung, an der wir auch nach rechts abbiegen müssen und kurz danach erreichen wir den Tempel.

Der ungewöhnliche Turm von Neu-Wat Si Chum

Ich muß zugeben, dass ich erst etwas irritiert war als ich vor diesem Turm stand. Ist er alt – historisch oder wurde er später gebaut?

Bemerkenswerter Turm im Wat Si Chum Neu

Bemerkenswerter Turm im Wat Si Chum Neu

Ich muß Euch bisher die Antwort schuldig bleiben. Ich vermute, dass er aber aus neuerer Zeit stammt. Fest steht, dass er einen Anbau hat.

Kleine Nischen mit Buddha-Figuren im Wat Si Chum Neu in Sukhothai

Kleine Nischen mit Buddha-Figuren

In der Zeit, in der ich noch Fotos machte, kamen einheimischen Besucher und betraten den schmalen Eingang an der Seite. Neugierig geworden folgte ich den Thailändern.

Durchgang zu dem Buddha-Raum im Wat Si Chum Neu

Durchgang zu dem Buddha-Raum

Buddha-Bildnisse

Buddha-Bildnisse im Durchgangsraum

Nachdem ich mich durch den Eingang gezwängt hatte erblickte ich einen Durchgangsraum mit Buddha-Statuen. Er schien neueren Datums zu sein, hatte aber auch Laterit- und Backsteine, die durchaus älteren Datums sein könnten. Durch einen weiteren Durchgang erreichte ich einen Raum, der mit großen Buddha-Statuen an den Wänden geschmückt war. Hier waren auch die Abbilder von ehrwürdigen Mönchen ausgestellt. Als etwas ganz Besonders empfand ich hier  wieder einmal die thailändische Bauweise. Bitte beachtet mal die Decke des Raumes an der hinteren Wand. Man hatte nicht genug Raumhöhe und so wurde ganz einfach ein Loch für den Haaraufsatz der Buddha-Statuen in der Decke freigelassen.

Der Raum mit den Buddha-Statuen

Der Raum mit den Buddha-Statuen

Der Viharn des Tempels Wat Si Chum neu

Nach dem Verlassen des merkwürdigen Turmes hörte ich seltsame, aber wohltuende Klänge. Sie kamen aus dem nahe gelegenen Viharn, also der Versammlungshalle des Wat Si Chum – Neu. Also schnell Schuhe aus, Fotoapparat auf die neue Umgebung eingestellt und dann leise den Raum betreten. Das, was ich vorfand war beindruckend. Zuerst fielen natürlich die goldenen Buddha-Statuen auf. Alles war frisch und sauber und glänzte in voller Pracht. Die dort anwesenden Frauen rezitierten Verse, die ich leider nicht verstand. (Verdammt noch mal, warum kann man im Alter nicht mehr so gut eine Sprache lernen?) Vielleicht hilft mir ja jemand bei der Übersetzung weiter.

Da ich nicht stören wollte setzte ich mich in die hinterste Ecke des Viharn und lauschte den Klängen. Ich kann nur jedem empfehlen, der Thailand besucht, sich diese Zeit immer mal zu nehmen, um das wahre und reale Thailand zu entdecken. Es dauerte nicht lange und mich erfüllte eine Ruhe und Ausgeglichenheit, die uns leider hier in Deutschland und den angrenzenden Staaten verloren gegangen ist. Eine etwas ältere Frau drehte sich um, ich fiel eben doch wegen des Klickens des Fotoapparates auf, 🙂 sie sah mich aber freundlich an, lächelte, um sich dann wieder Buddha zu widmen. Ich wollte nicht weiter stören, außerdem schmerzten meine Muskeln, da ich immer wieder versuche im Lotussitz mit gekreuzten Beinen zu sitzen, auch heute noch. Leider funktioniert auch dieses im Alter nicht mehr so wie ich es mir wünsche. Der Körper macht eben doch nicht immer das, was der Geist möchte 😉

 

Resume des Besuchs von Wat Si Chum

Wieder einmal hat sich gezeigt, dass meine Neugierde nie versiegt und dass mein Weg für mich genau der richtige ist. Neues erkunden, nie ängstlich sein und immer offen für Neues. Es lohnt sich für die Besucher Thailands auch einmal abseits der normalen Tourismuspfade zu wandeln.

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