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Sangkhalok Museum Sukhothai

Das Sangkhalok Museum in Sukhothai

Die Sukhothai-Epoche brachte in Thailand erstaunliche Fortschritte in der  Zeit zwischen 11. und 14. Jahrhundert n. Chr. Der damalige König Ramkhamhaeng brachte chinesische Handwerker nach Sukhothai, die in den folgenden Jahren die Keramikproduktion zu einer hohen Kunstform erhoben. Hier, in dem Gebiet um Sukhothai, Si Satchanalai und Sangkhalok entstand die Sanwakhaolok Keramik in vielen aus Ziegelsteinen aufgebauten Brennöfen. Noch heute zeugen diese Brennöfen in Sukhothai und Si Satchanalai davon. Wer sich genauer mit der thailändischen Historie und der Keramikherstellung auseinandersetzen und sich darüber informieren möchte, dem sei das Sangkhalok Museum in Sukhothai sehr empfohlen.

Das Gebäude des Sangkhalok Museum in Sukhothai

Das Gebäude des Sangkhalok Museum in Sukhothai

Achtung Rechtshinweis !

Da immer wieder einige Leser glauben, ich würde mit dem Reiseblog reich werden und dazu noch einige emsige Rechtsanwälte glauben, mit den Abmahnungen sich eine einfache und zusätzliche Einnahme zu verschaffen, weise ich ausdrücklich darauf hin:

In diesem Beitrag geht es um kein Geschäftsverhältnis oder sonst eine Beziehung zu den genannten Unternehmen ! Ich erhalte weder finanzielle noch materielle Zuwendungen im Sinne des geldwerten Vorteils. Der Beitrag ist somit neutral, spiegelt meine eigene Meinung wider und.  ist als Information zu werten ! Ich behalte mir das Recht vor ohne äußere Beeinflussung meine eigene Wertung abzugeben!

Wo finde ich das Sangkhalok Museum in Sukhothai ?

Es liegt verkehrsgünstig an der N12 und der 101. Die Einfahrt erfolgt über die Zufahrt zum Ananda Museum Gallerie Hotel .

Die Öffnungszeiten sind täglich von 10:00 -20:00 Uhr Ortszeit.

Der Eintritt in dieses privat geführte Museum beträgt 100 Baht.

 Das Gebäude und die Ausstellung im Sangkhalok Museum

Das Keramik Museum in Sukhothai ist ein gelungener Bau, der in die Moderne passt, aber auch den historischen Part in der Architektur verwirklicht ! Das Gebäude ist zweistöckig ausgeführt und so ist auch die Sammlung strukturiert. Im unteren Geschoss befinden sich die unterschiedlichsten Keramikerzeugnisse aus verschiedenen Zeiten und Regionen. Am Eingang erhält man zwei kleine selbstgefertigte Broschüren. Ich bekam die englische Version, eine in Deutsch scheint nicht vorhanden zu sein.

Die Ausstellung im Untergeschoss des Sangkhalok Museums

Eingangsbereich der Ausstellung im Sangkhalok Museum Sukhothai

Eingangsbereich der Ausstellung im Sangkhalok Museum Sukhothai

Die ersten Ausstellungsstücke stammen aus prähistorischer Zeit vor etwa 5600 Jahren und sind aus orangeroten, unglasierten Tonscherben. In der späteren Zeit, der so genannten semi-historischen Periode, entstanden Gegenstände aus dunkelbraunen Tonen. Hier zeigen sich auch die ersten Anzeichen von einer Art Glasierung. Sie schützte die Keramik vor Wasseraufnahme und machte die Keramik stabiler und nicht mehr so zerbrechlich.

Archäologische Funde aus den Jahren 1933 bis 1999 an verschiedenen Stellen im Bereich des historischen Sukhothai belegen, dass es schon im 3. Jahrhundert bis hin zum Beginn der Sukhothai-Epoche im 11. Jahrhundert n. Chr. hier Siedlungsräume gab. Bekannt sind diese Orte unter dem Namen Chingsaen-Epoche mit der Stadt Chalieng am Fluß Yom und im Bereich des heutigen Chiang Mai und Chiang Rai. Weitere Informationen hierzu: Die Geschichte Thailands Teil 3

Auch die Handelsbeziehungen zwischen den Ländern Vietnam, Myanmar und China sind durch Exponate dokumentiert. Deutlich ist hierbei der enorme Technologievorsprung Chinas in der Keramik und Porzellanherstellung zu erkennen.

Unterglasur bemalte Vase

Unterglasur bemalte Vase

Die Celadon Glasur

Die vietnamesische Keramik bestand meist aus Schalen mit Celadon-Glasur oder unglasierter schwarzer Keramik aus dem 14. Jahrhundert n.Chr. Bei der Celadon-Glasur handelt es sich um eine Glasur, die bei zirka 1100 bis 1250 Grad gebrannt wird und transparent ist.

Teller oder Platte mit Celadon Glasur

Teller oder Platte mit Celadon Glasur

Dadurch ist die Keramikscherbe unter einer leicht milchigen Glasur sichtbar. Farblich ist es eine grünliche oder gräuliche Steinzeugvariante, die zwischen dem 9. und 15. Jahrhundert auf chinesischem Steinzeug bis nach Europa gelangte. Ihre Beliebtheit erlangte die grüne Glasur wegen ihrer Ähnlichkeit mit Jade. Es war dem thailändischem König Ramkhamhaeng zu verdanken, dass dieses Verfahren nach Sukhothai, Si Satchanalai und Sawankhalok gelangte.

Die Archäologen fanden bei den intensiven Grabungen nicht nur Schalen und Gefäße. Kleine und größere figürliche Darstellungen zeigen uns heute die Kunstfertigkeit der damaligen Keramiker auf.

Fein gearbeitete prähistorische Keramikfiguren im Sangkhalok Museum Sukhothai

Fein gearbeitete prähistorische Keramikfiguren im Sangkhalok Museum Sukhothai

Besonders sei hier zu erwähnen, dass die Fundstücke aus der Sukhothai-Epoche am Boden eine „Herstellermarke“ und teilweise sogar eine Preisvorgabe erhielten.

Beschriftung durch den Hersteller der Sangkhalok Keramik

Beschriftung durch den Hersteller der Sangkhalok Keramik

Bronze Funde der Archäologen aus der Sukhothai Epoche

Bronze Funde der Archäologen aus der Sukhothai Epoche

Jedoch nicht nur Keramik und Porzellan wird hier ausgestellt. Zu sehen gibt es auch Funde aus Bronze, die einen guten Einblick in die sonst kaum dokumentierte Welt der damaligen Zeit bieten.

Waffen aus Bronze im Sangkhalok Museum in Sukhothai

Waffen aus Bronze im Sangkhalok Museum in Sukhothai

Das Obergeschoss des Sangkhalok-Museums

Waren die Ausstellungsstücke im Untergeschoß schon beeindruckend, so wird der Betrachter im Obergeschoß noch mehr fasziniert sein von den damaligen Kunsthandwerkern. Der erste Stock zeigt die religiösen Abbildungen aus den Keramikwerkstätten auf.

Überblick über das erste Geschoss im Sangkhalok Museum in Sukhothai

Überblick über das erste Geschoss im Sangkhalok Museum in Sukhothai

Die Figur der zwei Männer

Dazu fogende Geschichte: vor langer Zeit gab es zwei Männer, die Freunde waren. Einer der Männer war blind und der andere konnte nicht laufen. So gingen sie halt immer gemeinsam. Eines Tages sah der eine Mann ein Loch in einem Baum, er vermutete, dass sich darin Vogeleier befinden könnten. So bat er seinen bilden Freund die Hand hinein zustecken, um dies zu kontrollieren. Es befand sich aber eine Schlange in diesem Loch und diese spie Gift in die Augen des Blinden. Das Gift aber bewirkte, dass der Mann mit einem Mal wieder sehen konnte. Sein Freund war so erschrocken darüber, dass er plötzlich wieder laufen konnte und davonrannte. Die Aussage dieser Figur und der dazugehörigen Geschichte lehrt uns, dass wir individuell und nicht perfekt sind. Jedoch gemeinsam kann jeder von uns erfolgreich sein.

Keramikfigur zweier Männer

Keramikfigur zweier Männer

Das Zeichen Yin und Yang

Die beiden Fische auf dem Teller symbolisieren mit der vereinten Haltung die taoistische Darstellung von Yin und Yang, die Gemeinsamkeit und den Zwiespalt. Yin ist dabei die kollektive Darstellung von allem, was im Universum aus der Dunkelheit entspringt, Yang als Gegenpart repräsentiert das Licht und die Helligkeit. Damit wird das Gegensätzliche beschrieben, das aber ohne den anderen Part nicht bestehen kann. So zum Beispiel Tag und Nacht, Leben und Tod oder sogar Mann und Frau. Im Taoismus bilden Yin und Yang so eine dialektische Beziehung, eine Beziehung der Freiheit bei gleichzeitiger Kontrolle zu einander.

Teller mit Yin und Yang Motiv aus der Taoistischen Glaubenslehre

Teller mit Yin und Yang Motiv aus der Taoistischen Glaubenslehre

Die dreiköpfige Elefantenlaterne

Eines Nachts, als Buddhas Mutter schlief, hatte sie einen Traum. Im Traum brachte der Elefant ihr eine Lotusblume. Am Morgen, als sie von ihrem Traum erzählte, erklärte man ihr, sie würde ein Baby bekommen und das Baby würde eine berühmte und gute Person werden. Es würde ein großer König werden oder ein Führer der Menschheit. So gibt es sehr viele keramische Ausführungen von Elefanten, die eine Lotusblüte tragen. Diese hier, die vermutlich für einen Tempel gemacht wurde ist in meinen Augen ein Glanzstück der damaligen Keramikwerkstätten.

Dreiköpfige Elefantenlaterne im Sangkhalok Museum in Sukhothai

Dreiköpfige Elefantenlaterne im Sangkhalok Museum in Sukhothai

Der liegende Buddha

Ein weiteres Highlight ist der auf einer Naga-Schlange, einer heiligen Schlange liegende Buddha. Die Figur ist mindestens geschätzte 1,80 Meter groß und in 3 Teilen gefertigt. Auch diese Figur wurde vermutlich für einen Tempel geschaffen.

Keramik eines liegenden Buddhas

Keramik eines liegenden Buddhas

Resume des Besuches des Sangkhalok Museums

Wer in Sukhothai ist und sich nur ein klein wenig für die Geschichte der historischen Stadt interessierte, sollte unter allen Umständen dieses Museum besuchen. Jeder Baht des Eintrittsgeldes ist es wert. Man erfährt und versteht durch diesen Besuch sehr viel über das historische Sukhothai und über den Buddhismus. Dadurch kann man dann auch die Gebäude im Historischen Park Sukhothai mit ganz anderen Augen betrachten.

Natürlich kann ein so kurzer Bericht nur ein kleiner Auszug der mehreren tausend Ausstellungstücke sein. Ich finde, es gibt aber einen eindrucksvollen Überblick, um sich ein Bild zu machen, was einen in dieser Ausstellung für Kunstschätze erwartet!

BESUCHSWERT:  ***** von ****** Kerner-Sternen Die Kerner-Sterne sind die Einheit, die über die Attraktivität einer Attraktion Auskunft geben soll. Sie basieren auf einer subjektiven, persönlichen Einschätzung durch mich.

 

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