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Phetchabun und der Bergtempel

Phetchabun und der Mönch…

Phetchabun ist eine typische thailändische Kleinstadt mit ca. 23000 Einwohnern. Hier befindet sich ein bemerkenswerter Bergtempel. Rings um Phetchabun ist das Gebiet landwirtschaftlich geprägt. Landschaftlich bietet sich ein wunderschöne Ausblick auf das ca. 1900 Meter hohe Phetchabun Gebirge.

Die Stadt bietet nicht all zu viel Abwechslung und Sehenswürdigkeiten. Jedoch die Sehenswürdigkeiten, haben eine besondere Ausstrahlung, da sie von fast keinen Touristen aufgesucht werden. So erlebt man in der Region Phetchabun das wahre Gesicht Thailands. Eine Freundin meiner Reisebegleitung litt seit einiger Zeit an Störungen der Verdauung und des Magens. Jemand aus der Familie riet zum Besuch des Bergtempels nähe Phetchabun. In Thailand ist die ärztliche Versorgung eigentlich sehr gut. Es gibt eine Krankenversicherung für alle Thailänder und die Grundversorgung in Krankenhäusern ist somit gewährleistet. Es gibt aber auch die Möglichkeit mit eigenen Mitteln die Versorgung zu verbessern. Muss man ins Krankenhaus so wird man von der Familie versorgt. Genauso wichtig ist aber die Behandlung durch einen Mönch der die alten Gesundheits- und Kräuterlehren beherrscht.

Die Fahrt zum Bergtempel

Für mich war es natürlich äußerst interessant und so wurde schnell ein TukTuk, ein dreirädriges Moped mit mehreren Sitzplätzen, bestellt und es ging los. Unser Tuk Tuk hatte scheinbar genauso viele Jahre auf dem Rücken wie unser Fahrer der mit seinen geschätzten 60 – 70 Jahren aber erstaunlich geschmeidig sich auf den Sattel schwang. Mühsam quälten wir uns durch die vollen Strassen um dann nicht viel schneller auf der Landstraße in die Berge. Der Abzweig von der Landstraße führte uns auf einen etwas steileren Feldweg und schon nach wenigen Metern war die Fahrt zu ende.

Auch der erste Gang schaffte es nicht mehr das Gewicht von 4 Personen den Weg hoch zu fahren. Mir wurde erklärt “ Farang to much Kilo “ also, der Westler wiegt zu viel 😇 ! OK wir stiegen ab und setzten den Weg zu Fuß fort. Nach ca. 1 Kilometer bergauf erblickte ich eine wunderschöne Aussicht auf das umliegenden Bergland.

berglandschaft Phetchabun

Wunderschöne Berglandschaft in der Region Phetchabun

Es blieb nur wenig Zeit zum verschnaufen und nach kurzem Weg erreichten wir den Bergtempel.

der Mönch in den Bergen…

Wer jetzt ein großen Tempel erwartet mit viel Gold und Prunk wurde enttäuscht. Oben auf der Bergspitze gab es einige Holzhütten in denen die Mönche fast wie Einsiedler lebten.

Hütten des Bergtempels in der Nähe von Phetchabun

Leben in einfachsten Hütten um der wahren Buddhismus zu erfahren

Der Buddhismus lehrt Verzicht und Bescheidenheit

Wohn- und Schlafhütte eines Mönche

Diese Männer leben den wahren Buddhismus. Dieser spezielle Mönch lebt nur in dieser Art von Waldtempel und wandert von einen zum anderen ohne in die großen und prunkvollen Tempel zu gehen.

Thailändischer Mönch im Bergtempel in Phetchabun

Zufriedenheit strahlt der Mönch aus und Frieden

Freundlich begrüsst er mich auf englisch und die übliche Konversation begann. Wie es mir geht, woher ich komme… Oh Germany, dann folgte die Frage nach dem Ort, Gütersloh hatte er im Leben noch nicht gehört! Hamburg und München sind die üblichen Städte die in Thailand bekannt sind und natürlich Berlin. Er beeindruckte mich sehr, seine ruhige Art die Zufriedenheit die er ausstrahlte und die innere Ruhe waren bewundernswert!

Jetzt wandte er sich der Hilfesuchenden zu. Ruhig fragte er nach Ihren Problemen und ließ sich die Symptome schildern. Er fragte nach den Essgewohnheiten, nach der Art der Nahrung, wie viel und was getrunken wird. Auffällig war seine kurz aber äußerst klare und präzise Fragestellung. Ganz im Gegensatz zu unseren Ärzten lies er sich Zeit, hörte aufmerksam zu und bestätigte nur das Gehörte mit einem verständnisvollen Hm, hm..

Die Diagnose ohne Berührung nur durch Fragestellung

Nach den er alles sich angehört hatte begann er jetzt mit der Diagnose und erklärte was er empfiehlt. Er gab der Hilfesuchenden einen Beutel mit Kräutern und Gewürzen und schilderte deren Zubereitung. Zum Abschluss bot er ihr eine Paste aus natürlich gewonnenem Waldhonig mit Kräutern an, ob ich auch versuchen wollte? Aber klar doch!!!! Etwas schwarze Paste vom Löffel mit dem Finger abgestrichen und rein in den Mund. Eine wahre Explosion der verschiedensten Geschmacksnoten erfüllten meinem Mund. Süß, scharf, unbekannt, Curry, Ingwer, Limette…. langsam schluckte ich und es durchströmte meine Speiseröhre und meinen Magen mit wohligem Gefühlen! Schwer zu beschreiben aber fantastisch. Ich war etwas neidisch auf die Medizin die sie Morgens und Abend genießen durfte.

Erstaunlich ist das ich beim Schreiben des Artikels wieder diesen eigentümlichen Geschmack im Mund verspüre.

Es ist beeindruckend wie viel Naturheilkunde in dem Bewusstsein der Mönche aufbewahrt wird und es ist sicherlich spannend, noch die vielen unentdeckten Geheimnisse dieses Wissens zu erforschen.

Wer mehr über das Leben eines Mönches erfahren möchte empfehle ich

Über das Mönchsleben

Wir machten uns auf den Rückweg, jedoch nicht ohne eine Spende zu hinterlassen. Da kein Mönch Geld annehmen darf und schon gar nicht von Frauen übernahm ich die Spende und legte das Geld vor dem Mönch in eine Schale. Danach erfolgte der Segen und ich genoss noch einem Moment diese ausserordentliche Landschaft und den Tempel.

stehender Buddha im Beergtempel bei Phetchabun

Der schreitende Buddha

Milde lächelt der Buddha im Bergtempel in Phetchabun

Milde strahlt das Gesicht von Buddha aus

Grabmahl für vorstorbenen Thailänder

Kleiner Friedhof auf dem Gelände des Wat

Sitzender Buddha in der

Buddha in der Haltung

Wer den wirklichen Buddhismus erleben möchte und selbst zu Ruhe kommen will sollte diesen Platz aufsuchen.

Der Tempel ist aber nicht als Touristenort anzusehen. Daher nur empfohlen für Menschen die Ruhe und Frieden suchen und den Weg des Buddhismus folgen!

 

Alle Fotos und Texte unterliegen dem Copyright FOTO-KERNER Reiner Kerner 2018-2019

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