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Thaiboxen – Muay Thai – Bild der Woche 27/18

Nationalsport in Thailand Muay Thai – Bild der Woche 27/18

Das Thaiboxen, oder Muay Thai ist eine Kampfsportart der Extreme. Es kommt zu extremen Körpereinsatz, da bei dieser Sportart nicht nur die Fäuste sondern auch die Füße zum Einsatz kommen. Es darf also auch getreten werden. Selbst schmächtig wirkende Thailänder entwickeln eine Schnelligkeit und Kraft, dass so manch ein Farang der den Thailänder unterschätzt hat, schmerzhaft seine Unterlegenheit spüren mußte.

Wer jetzt aber denkt dieser Sport wird nur von harten Kerlen ausgeführt, der täuscht sich. Neben den Jungen und den Männern gibt es auch viele Mädchen und Frauen die diesen Sport intensiv betreiben. Ich bin manchmal bei den Kämpfen, die auch im Thailändischen Fernsehen übertragen werden, unschlüssig wer von den beiden Gruppen härter, entschlossener und intensiver den Fight führt. Der Haken von der Kämpferin mit dem roten Shirt muß gesessen haben, denn ich erkannte das schmerzverzerrte Gesicht der Kämpferin in schwarz erst bei der Bildsortierung.

Dieses Foto entstand auf dem Box-Event das vor der jährlichen Burapa Bike Week in Pattaya stattfindet. Facebook Informationen zur nächsten Bikeweek

 

Zweit thailändische Frauen beim Thaiboxen - Müay Thai im Ring

Harter fight beim Thaiboxen – Müay Thai von den Frauen im Ring

 

Die Kameradaten

Kamera: Nikon D7100
Objektiv: Tamron SP AF-70-200 DI AF Makro
Belichtung 1/400 Sek f3,2 ISO 4000
Weitere Daten: Weißabgleich automatisch

Was war die Herausforderung beim Bild Thaiboxen – Muay Thai

Bei solch einem Foto sind es eine ganze Reihe von Herausforderungen:

Das Anspruchsvollste ist eine Einstellungen die, die Lichtverhältnisse, die Schnelligkeit der Aktionen und die jeweils unterschiedlichen Kameraparameter so zu vereinen, dass es ein Bild wird das diesen Sport ausdrückt und in der technischen Umsetzung überzeugt.

Schauen wir uns also mal die einzelnen Parameter an:

Die Lichtverhältnisse waren relativ schlecht! Beim Thaiboxen wird nur der Ring beleuchtet. Da ich aber weit vom Ring entfernt saß mußte ich mit einer offenen Blende fotografieren. Die offene Blende lässt viel Licht durch das Objektiv auf den Kamerasensor durch. Diese Auswahl hat aber auch ein entscheidendes Problem, große Blendenöffnung geringe Tiefenschärfe. Die Tiefenschärfe oder auch Schärfentiefe ist der Bereich, der bei dieser Blende noch scharf abgebildet wird. Beim Boxen bewegen sich ja die Kämpfer sehr schnell und damit wird das Fotografieren etwas schwieriger und der Schärfepunkt ändert sich laufend.

Um also die Schnelligkeit im Bild nicht als verwaschene Bewegung zu haben sollte man eine möglichst hohe Verschlusszeit wählen. Meine 1/400 Sek. war schon Grenzwertig, aber eine kurze Verschlusszeit bedeutet wenig Licht auf dem Kamerasensor. So wirken als Blende und Verschlusszeit in diesem Fall gegenläufig.

Um trotzdem noch ein gutes Bild zu erreichen gibt es jetzt noch den ISO Wert. Er beschreibt also die Empfindlichkeitseinstellung des Kamerasensors. Großer ISO Wert, hohe Lichtempfindlichkeit.

Na, dann ist doch alles klar, ISO Wert auf Maximum und dann passt es doch! Ganz so einfach ist es dann wieder doch nicht! Ein hoher ISO Wert bedeutet auch ein hohes Rauschen des Sensors. Das Rauschen zeigt sich auf dem Bild durch unterschiedlich Farbpixel in dunklen Bereichen des Bildes. Dieses kann man jedoch bis zu einem gewissen Grad noch in Lightroom oder einer anderen Fotosoftware heraus rechnen lassen aber die Qualität des Bildes leidet. 4000 ISO waren hier schon Grenzwertig. Hier hat die Kamera mit einem Vollformat Sensor echte Vorteile gegenüber meiner DX Kamera mit einem etwas kleineren Sensor.

Nachbearbeitung der Aufnahme:

Hier gibt es wieder einiges mehr zu regulieren. Nach dem Import in Light Room erfolgte die übliche Bearbeitung. Weißabgleich einstellen, Bild auf die Drittel Regel beschneiden ( siehe Bild der Woche 26/18 ) und dann das Rauschen entfernen. Das geht heute bei den meisten Bildbearbeitungsprogrammen recht einfach. Ich fotografiere grundsätzlich im RAW Format. Die Bilder sind zwar größer an Megabyte aber ich habe gegenüber JPEG viel mehr Möglichkeiten aus dem Bild etwas heraus zu holen. Natürlich wurden Schärfe, Helligkeit, Lichter und Schwarzwert nachgeregelt.

Was ich beim Foto anders machen würde.

Leider hatte ich kein Einbeinstativ mitgenommen. Das lag brav im Hotelzimmer. Durch das Stativ würde ich sicher eine Blende weiter runter gehen können und damit die Verschlusszeit verkürzen. Wenn möglich bei nächsten Boxen näher an den Ring heran.

Nachtrag!

Wer sich über das Thema Thaiboxen in der Kindheit und Jugend noch etwas informieren möchte hier ein Beitrag von der ARD  Kita Kids im Boxring

 

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