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Der Bergtempel Wat SaPhan Hin in Sukhothai

Wat SaPhan Hin in Sukhothai

Der Bergtempel Wat SaPhan Hin in Sukhothai ist eine kleine geschichtliche Perle, etwas abseits des Mainstreams. Von seiner Plattform hat man einen wundervollen Ausblick über die Landschaft und da der Tempel nicht touristisch überlaufen ist, kann man den Besuch aus vollen Zügen genießen.

Zwei junge Thaifrauen vor dem aufrecht sthenden Bhudda im Wat SaPhan Hin

Die große Buddha Statue mit unseren liebreizende Begleiterinnen.

BESUCHSWERT:  **** von ****** Kerner-Sternen Die Kerner-Sterne sind die Einheit, die über die Attraktivität einer Attraktion Auskunft geben soll. Sie basieren auf einer subjektiven, persönlichenEinschätzung durch mich.

Wo finde ich Wat SaPhan Hin

Der Tempel liegt etwas außerhalb unweit der Nationalstraße 12. Etwa 2 Km  vom alten östlichen Stadttor entfernt.

Die Geschichte von Wat SaPhan Hin

In der damaligen Zeit, so auch vereinzelt noch heute, verfolgten die buddhistischen Mönche zwei Lebensformen um ihren Glauben zu leben. Diese zwei Gruppen, studierten die Lehren Buddhas auf zwei unterschiedlichen Arten. Die einen zogen es vor in einem Tempel in der Stadt zu studieren. Diese Gruppe wurden als „Stadtmönche“ (Kamawasi) bezeichnet. Die Anderen bevorzugten die Klosteranlagen außerhalb der Städte in der ruhigen Natur. Sie wurden „Waldmönche“ (AranWasi) genannt. Diese Gruppe war es die im Bergtempel ihre Achtsamkeit lebten.

Der erhabene König Ramkhamhaeng (Pho Khun Ramkhamhaeng Maharat) ernannte einen Mönch aus der im Süden Thailands liegenden Stadt Nakhon Si Thammarat als Saṅgharāja (vom König ernannter, oberste Mönch) von Sukhothai.

Ramkhamhaeng war es auch, der den Tempel Wat SaPhan Hin erbauen ließ. In einer Inschrift auf einem Stein wird dieses von ihm erwähnt und das die Versammlungshalle „groß und erhaben“ ist. Besonders wurde auch die stehenden Buddha Statue beschrieben. Diese Statue eines „Phra Attharot“ (Attharasa – in der Pali Sprache bedeutet achtzehn) sollte laut Ramkhamhaen also 18 Ellen, das entspräche 8,3 Meter, groß sein. Die Buddha Statue ist aber in Wirklichkeit 12,5 Meter hoch. So mit ist es also auch bewiesen, dass es in Thailand nicht nur die Übertreibungen gibt, sondern auch manche Dinge untertrieben werden 😉

Der König habe den Tempel auf einem großen Elefanten reitend besucht um Verdienste, für sein Karma und seine spätere Wiedergeburt, zu erlangen. Im Thailändischen wird dieses als Tham Bun (Tham = machen Bhun = gutes) bezeichnet und ist in dem Buddhismus ein fester und wichtiger Bestandteil.

Der Aufstieg und der Tempelbereich von

Wat SaPhan Hin

Der gepflegte und saubere Parkplatz ist leer als wir ankommen. Auf einem Schild wird kurz in englischer Sprache über den Wat SaPhan Hin informiert. Die Anlage gehört mit zum Historischen Park Sukhothai es wird aber wird kein Eintritt erhoben.

Auf dem Parkplatz von Wat Saphan Hin erklärt ein Schild das Wesentliche über den Tempel.

Das Schild informiert über diesen Tempel

Es ist noch früh am Morgen jedoch ist die Luft schon schwül und heiß. Vor uns liegt ein Aufstieg von ungefähr 300 Metern über große Schieferplatten und kleine Geröllfelder. Es empfiehlt sich also früh den Aufstieg einzuplanen und etwas festeres Schuhwerk zu benutzen. Ganz besonders lohnenswert soll es sein, den Sonnenaufgang dort oben zu erleben.

Zwei junge Thaifrauen beim Aufstiegt zum Bergtempel Wat SaPhan Hin in Sukhothai

Wir machen uns auf zu Buddha. Unsere Frauen können es kaum erwarten und „stürmen“ voran.

Etwa auf halben Weg blicken wir auf der linken Seite auf einen Chedi der durch seine Form klar der Dvaravati Epoche zugeordnet werden kann. Die Form entspricht der Form einer Lotusknospe und ist damit typisch für die genannte Periode.

Chedi aus der Dvaravati Periode auf halber Höhe des Aufstieges zum Wat SaPhan Hin

Chedi aus der Dvaravati Periode

Ein Chedi ist ein sakrales Bauwerk das in anderen Buddhistischen Ländern auch Stupa benannt wird. Seine Form ähnelt einer auf dem Klangkörper stehenden Handglocke mit Stil. In vielen Chedis wurden Relikte von Buddha oder andere hohen religiöse Heiligtümer eingemauert. Durch bautechnische Merkmale kann man das Bauwerk sehr gut einer besonderen Zeitperiode zuordnen.

Wir aber streben weiter nach oben und werden mir einem wundervollen Ausblick über die Ebene von Sukhothai für die mühevollen Schritte belohnt.

die Aussicht vom Tempelplateau des Wat SaPhan Hin

Ausblick über die Ebene von Sukhothai

Der Bergtempel Wat SaPhan Hin

Wenden wir uns nun dem eigentlichen Tempel oder besser gesagt den Resten davon zu. Es stehen nur noch einige Fundamente, der Buddha und die dahinterliegende Wand. Vor der stehenden Buddha-Figur befindet sich noch eine weitere Buddha-Statue in sitzender Haltung. Diese Statue ist in der Geste der Erdverbundenheit dargestellt. Siehe auch die Handhaltung Buddhas – Die Mudras.

 

Der stehende 12,5 große Budda und der sitzende kleinere Buddha im Wat Spapan Hin in Sukothai

Der stehende 12,5 Meter große Budda und der sitzende kleinere Buddha

Die Einzelheiten der Buddha-Statuen im Wat SaPhan Hin

Diese Statue zeigt uns auch durch ihre Haare und den Haarknoten, die Auswölbung auf dem Kopf, ihre Herstellungszeit auf. Die Auswölbung wird als Erleuchtungserhöhung ( Ushnisha) bezeichnet. Diese Auswölbung ist das Kennzeichen des Erleuchteten Buddhas und darf von den Künstlern auch nur für Buddha, oder einen Menschen der die gleiche Erkenntnis wie Buddha erlangt hat, verwendet werden. Das Objekt auf dem Ushnisha zeigt oft eine Flamme der Erleuchtung oder eine Lotusknospe. Das etwas rundliche Gesicht und die runden Augenbrauen unterstreicht noch einmal die zeitliche Datierung.

Buddha Kopf aus der Dvaravati Epoche

Das Gesicht des sitzenden Buddhas zeigt deutliche Zeichen der Dvaravati Epoche

Für mich immer wieder beeindruckend aber auch etwas zum Schmunzeln, die Darstellung der Füße Buddhas. Bei diesem Anblick kommt immer wieder bei mir die Frage auf, welche Schuhgröße das denn nun sein würde. Besonders ist hier die sehr flache Ausführung der Füße und die, im Verhältnis, übermäßig ausgearbeiteten Zehen zu beachten.

Das moderne Stahlbeton-Gerüst auf der Rückseite deutet auf die Instabilität der Tempel Bauwerke, nicht nur hier, hin. Es kostet den Thailändern sehr viel Geld ihre kulturhistorische Bauten zu erhalten. Leider gibt es immer noch und immer wieder noch heute Kunstdiebstähle und Plünderungen um historische Objekte in den Kunsthandel zu bringen. Auch der Tourismus für zu einer zunehmenden Bedrohung dieser teilweise sehr empfindlichen Gebäudereste.

Stahlbeton-Gerüst als Stützwerk hinter der Buddha-Statue

Stahlbeton-Gerüst als Stützwerk hinter der Buddha-Statue

Ich freue mich auch hier wieder auf Eure Kommentare oder auch Beschreibungen wie Ihr den Besuch von Wat SaPhan Hin erlebt habt.

Euer Reiner

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