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Die Entstehung des Buddhismus

Wie entstand der Buddhismus?

Na Reiner, was stellst Du denn für komische Fragen 🙂 – ist doch ganz einfach zu beantworten! Der Buddhismus entstand in dem Moment, als Buddha unter dem Bodhi-Baum die Erleuchtung erlangte! Wieso also eine solche Frage? Nun, ganz so einfach ist es nun doch nicht! Bevor es Buddha oder den Prinzen Siddharta Gautama gab bestanden doch auch schon religiöse Ansichten über die Welt und den Sinn des Lebens. Begeben wir uns also mal auf eine Reise durch die Zeit und versuchen Antworten auf die Frage „wie entstand der Buddhismus“ zu finden.

Wie entstand der Buddhismus?

Wie entstand der Buddhismus? (Bildquelle Pixabay)

Was ist eigentlich Religion?

Religion kann man als persönliche Überzeugung von Dingen und Erfahrungen außerhalb der normalen Sinneswahrnehmung und wissenschaftlicher Erklärung definieren. Kurz formuliert: „Glauben heißt nicht wissen“, wobei Wissen auch mit Wissenschaft zu tun hat! 😉

Hochreligionen glauben an eine sittliche Ordnung der Welt und ein persönliche Verantwortung für das Handeln und eine Vergeltung für das Vergehen durch eine überirdische Macht.

Blick auf den Hindukusch - wie entstand der Buddhismus

Blick auf den Hindukusch (Bildquelle Pixabay)

Der Hindukusch, das Gebirge in Zentralasien im Gebiet Afghanistan und Pakistan ist dabei die Trennlinie zwischen den Religionen des „ewigen Weltgesetzes“ im Osten, zu dem auch der Buddhismus gehört und den Religionen der „Gottesoffenbarung“.

Was war vor dem Buddhismus?

Angefangen hat der Religionsglaube mit den „Naturreligionen“, die heute als „ethnische Religionen schriftloser Kulturen“ bezeichnet werden.

Naturglauben Abbildungen - wie entstand der Buddhismus

Naturglauben – Abbildungen gibt es in verschiedensten Formen (Bildquelle Pixabay)

Schilderungen über ein Priestertum gibt es schon aus dem sumerischen Mesopotanien. Dort war der Mann der Herrscher über den Kult der „Großen Göttin“ und die Hochzeit war das große Fest, auf dem der König mit einer hohen Pristerin, die das Volk als Große Mutter verehrte, demonstrierte, dass die Frau die Unterlegene sei.

Bei dem für uns wichtigen Raum, dem östlich des Hindukusch, entstand die Indus-Kultur, die durch die Unterwerfung durch die Arier verändert wurde. Näheres dazu in meinem Bericht über den HINDUISMUS.

Darauf folgte die brahmanische Periode, die für uns die entscheidende Phase zum entstehen des Buddhismus darstellt.


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Die Geburt des Buddhismus

Die Brahmanen übernahmen zu jener Zeit viele Mythen aus den alten Kulturräumen um ihre eigene Position zu stärken. Dieses geschah auch durch die Einführung neuer Opferzeremonien, die die Monopolstellung der Brahmanen unterstreichen sollten.

Diese Priester waren somit Herren über die Opfer und stellten sich dadurch symbolisch über die Götter, die dadurch nur als Empfänger gedeutet werden konnten. Ähnlich gestaltete es sich mit den Weisen.

Diese unerhörte Selbstüberschätzung des Priesterkultes führte dazu, dass neue Gruppierungen entstanden, die diesem Weg glaubensmäßig nicht folgen wollten.

Die Abspaltung hin zum Buddhismus

Aus dieser Teilung heraus entstanden die beiden Richtungen des Jainismus und des Buddhismus. Die Jains, die als Symbol ihres Glaubens das Swastika trugen, das seit dem 18. Jahrhundert in Deutschland als heraldisches Zeichen – Hakenkreuz genannt wird. Es hat aber einen weitaus älteren Ursprung, der wahrscheinlich auf ein Brandmal für Tiere zurückgeht und dessen Bezeichnung aus dem Sanskrit kommt. Auch die Hindus und Buddhisten benutzen dieses Symbol als Glückszeichen.

Als Gründer dieser Glaubensrichtung, dessen Anhänger sich rein vegetarisch ernähren, gilt Mahavira, der um 599–527 v. Chr., also ungefähr zur selben Zeit wie Siddharta Gautama, dem späteren Buddha, in Indien lebte.

Der Buddhismus lehnte im 5. Jahrhundert die Priesterschaft und auch das vorhandene Kastenwesen ab. Siddharta Gautama entstammte dabei selbst aus einer Kaste, der Kshatriya, also aus der Gruppe des zweiten Standes (Varna). Buddha, also Siddharta, gehörte auch zur Dynastie der Sonne. Dieses verdeutlicht die frühe Hinduistische Glaubenswelt von Licht und Dunkelheit, dem Tag und der Nacht und der Wiedergeburt nach dem Tod. Diese Denkweise findet sich in fast allen früheren Glaubensrichtungen wie zum Beispiel selbst 1000 Jahre früher im altem Ägypten wieder.

Der Buddhismus entwickelte sich in den folgenden tausend Jahren zur Religion der Herrschenden beziehungsweise der führenden Klasse. Weite Teile des einfachen Volkes nahmen diese Gedankenvorlagen ebenfalls an und so verbreitete sich der Buddhismus schnell – ohne jedoch vedische Gottheiten zu verdängen. So finden sich auch heute noch in den buddhistischen Tempeln und Schreinen vedische und hinduistische Abbildungen, die auch verehrt und angebetet werden.

Der Buddhismus von Siddharta bis Jesus

Bild Jesu - wie entstand der Buddhismus

Bild Jesu – es gibt viele Gemeinsamkeiten mit dem früheren Buddhismus

Als Buddha 480 v. Chr. in das Nirvāna, das absolute Dasein ohne Leid  einging, da gab es eine große Anhängerschaft von Mönchen, Nonnen und Laienanhängern. Buddha bestimmte aber vor seinem Tod niemanden, der die Gemeinschaft weiterführen sollte. Nur den überlieferten Auspruch: „wer die Lehre sieht, sieht mich“ soll angeblich der Erleuchtete Siddharta Gautama, der historische Buddha gesprochen haben. Durch diesen Umstand der nicht definierten Nachfolge kam es zu der Situation, dass sich Mönche oder auch buddhistische Laien ihre persönliche eigene Meinung in der Auslegung der Worte Buddhas bildeten und diese dann auch verbreiten konnten.

Auf der anderen Seite aber wurden die ursprünglichen Worte und Lehren immer mehr verwässert. Es bildeten sich zwei Gruppierungen aus. Eine waren die jenigen, die die Worte Buddhas in unveränderter Form erhalten wollten, die Theravada-Buddhisten und die andere Gruppe, die eine freie Auslegung vertraten.

Siddharta Gautama durchschaute vermutlich schon zu Lebzeiten (wenn er denn wirklich gelebt haben sollte – was wissenschaftlich immer noch nicht bewiesen oder anerkannt wird) die Probleme der Zeit. Diese waren die Verarmung der Menschen, der Amtsmissbrauch des Adels und der Herrscher sowie die falsche Entwicklung der Priesterschaft – der Brahmanen. So war auch das Opfer an die vedischen Götter durch die Brahmanen mehr als fragwürdig. Siddharta wurde klar, dass die Opfergaben auch eine Bereicherung der Brahmanen darstellte. So war er es, Siddharta Gautama, der mit seiner Erleuchtung – ebenso wie Jesus rund 500 Jahre später – die Bereicherung der Priester verdammte und die Mönche zur Enthaltsamkeit und Besitzlosigkeit aufforderte. Diese Handlungen sollten uns bekannt vorkommen 😉

Meine Zusammenfassung der geschichtlichen Entwicklung

Betrachtet man die geschichtliche Religionsentwicklung sachlich, so fällt auf , dass fast alle Religionen einen gemeinsamen Anfang haben.

Es beginnt mit der Weiblichkeit, die als Dienerin mit dem Mutterschoß schon in der frühsten Zeit als Muttergöttin oder Fruchtbarkeitsgöttin verehrt wurde. Siehe die Funde aus der Türkei aus dem 8. Jahrtausend v. Chr. oder die Venus von Willendorf in Östereich aus der Altsteinzeit. Die Höhle war der Mutterschoß, der sich im Laufe der Zeit zum Palast – dem heiligen Stein – entwickelte. Der Stein wird zum Phallus, der den Schoß befruchtet und somit die klare männliche und göttliche Macht zeigt.

Die historische Entwicklung am Mittelmeer und die Trennung am Hindukusch waren der Grund für die unterschiedlichen Glaubenslehren, die sich dann eigenständig und in unterschiedlichen Variationen aufteilten und weiter spalteten.

In allen Glaubensrichtungen blieb aber der Wunsch nach einem weiteren Leben nach dem Tode ein zentrales Thema und ein Traum der Unsterblichkeit die größte menschliche Erwartung.

Ein wichtiger Teil der geschichtlichen Entwicklung: Die Gandhara Epoche

Für die Entstehung des Buddhismus eine wichtige Grundlage: der Hinduismus

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